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	<title>dOCUMENTA (13) Archives - Ehmers-Blog</title>
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		<title>Vorsicht, Kunst &#8211; dOCUMENTA (13)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dr. Jörg Ehmer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Jul 2012 16:07:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Messen & Events]]></category>
		<category><![CDATA[dOCUMENTA (13)]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Alle fünf Jahre verwandelt sich das sonst eher beschauliche Kassel in die Welthauptstadt der modernen Kunst. Mit der Kunst verändert die selbsternannte &#8220;Nordhessenmetropole&#8221; deutlich spürbar ihren Charakter &#8211; internationales Publikum und Kunstinteressierte aus aller Welt fallen auf in dieser Stadt. Dieses Jahr ist es wieder soweit, die dOCUMENTA (13) zeigt...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.ehmers-blog.de/2012/documenta-13-vorsicht-kunst/">Vorsicht, Kunst &#8211; dOCUMENTA (13)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.ehmers-blog.de">Ehmers-Blog</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Alle fünf Jahre verwandelt sich das sonst eher beschauliche Kassel in die Welthauptstadt der modernen Kunst. Mit der Kunst verändert die selbsternannte &#8220;Nordhessenmetropole&#8221; deutlich spürbar ihren Charakter &#8211; internationales Publikum und Kunstinteressierte aus aller Welt fallen auf in dieser Stadt. Dieses Jahr ist es wieder soweit, die <span style="text-decoration: underline;"><span style="color: #000000;"><a href="http://d13.documenta.de/de/"><span style="color: #000000; text-decoration: underline;">dOCUMENTA (13)</span></a></span></span> zeigt bis zum 16. September 100 Tage lang moderne Kunst.</p>
<p>Seit der Erstausgabe 1955 hat sich die documenta als Leitveranstaltung zeitgenössischer Kunst etabliert &#8211; wobei &#8220;etabliert&#8221; sicher nicht die Art der Kunst und die Künstler beschreibt&#8230; Ich erinnere mich noch gut an meine erste documenta, die 6. Ausgabe, 1977. Als Kind nahm ich an einer Kinderführung teil, hörte zu, wie uns Joseph Beuys die seinerzeit skandalöse &#8220;Honigpumpe&#8221; erklärte und geduldig unsere Fragen beantwortete. Zuhause habe ich sogar noch ein Foto davon, einschließlich des Autogramms, das ich mir damals geben ließ&#8230;</p>
<p>Von da an habe ich jede documenta besucht, und einige Dinge haben sich nicht geändert. Sicher ist beispielsweise seit Jahrzehnten, dass man bei jedem Documentabesuch vor einem Exponat steht und hinter sich folgende Sätze hört:</p>
<ul>
<li>&#8220;Das hätte ich auch gekonnt&#8221; (&#8230;haste aber nicht gemacht!)</li>
</ul>
<ul>
<li>&#8220;Das soll Kunst sein? (feminine Abneigungsbekundung)</li>
</ul>
<ul>
<li>&#8220;Das ist doch keine Kunst! (maskuline Abneigungsbekundung)</li>
</ul>
<p>Besonders beliebt ist dies immer bei abstrakten Gemälden mit großen Farbflächen (siehe exemplarisch das Foto des Gemäldes von <span style="text-decoration: underline;"><span style="color: #000000;"><a href="http://eteladnan.com/index.html" target="_blank"><span style="color: #000000; text-decoration: underline;">Etel Adnan</span></a></span></span>) und bei Aktionen wie den &#8220;wandernden Zypressen&#8221; von <span style="text-decoration: underline; color: #000000;"><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.generalhotel.org/loboda"><span style="color: #000000; text-decoration: underline;">Maria Loboda</span></a></span></span>.</p>
<figure id="attachment_690" aria-describedby="caption-attachment-690" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://redesign.ehmers-blog.de.w0123a6b.kasserver.com/wp-content/uploads/2012/07/Adnan.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-690 " style="border: 0px none;" title=" Etel Adnan - dOCUMENTA (13)" src="http://redesign.ehmers-blog.de.w0123a6b.kasserver.com/wp-content/uploads/2012/07/Adnan-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://www.ehmers-blog.de/wp-content/uploads/2012/07/Adnan-300x225.jpg 300w, https://www.ehmers-blog.de/wp-content/uploads/2012/07/Adnan-1024x768.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-690" class="wp-caption-text">Etel Adnan: “Untitled”</figcaption></figure>
<figure id="attachment_685" aria-describedby="caption-attachment-685" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://redesign.ehmers-blog.de.w0123a6b.kasserver.com/wp-content/uploads/2012/07/Loboda1.jpg"><img decoding="async" class="wp-image-685 " style="border: 0px none;" title="Maria Loboda " src="http://redesign.ehmers-blog.de.w0123a6b.kasserver.com/wp-content/uploads/2012/07/Loboda1-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://www.ehmers-blog.de/wp-content/uploads/2012/07/Loboda1-300x225.jpg 300w, https://www.ehmers-blog.de/wp-content/uploads/2012/07/Loboda1-1024x768.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-685" class="wp-caption-text">Maria Loboda: &#8220;The Work is dedicated to an Emperor&#8221;</figcaption></figure>
<p>Zugegeben, bei manchem, was man sieht, ist man sich nicht sicher, ob es &#8220;offizielle&#8221; documenta-Kunst ist oder nur eine witzige Aktionen von &#8220;Trittbrettfahrern&#8221;, wie beispielsweise bei der Hasengruppe.</p>
<p><a href="http://redesign.ehmers-blog.de.w0123a6b.kasserver.com/wp-content/uploads/2012/07/Hasen.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-684" title="Hasen" src="http://redesign.ehmers-blog.de.w0123a6b.kasserver.com/wp-content/uploads/2012/07/Hasen-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://www.ehmers-blog.de/wp-content/uploads/2012/07/Hasen-300x225.jpg 300w, https://www.ehmers-blog.de/wp-content/uploads/2012/07/Hasen-1024x768.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p><a href="http://redesign.ehmers-blog.de.w0123a6b.kasserver.com/wp-content/uploads/2012/07/Parkbank2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-688 alignright" title="Parkbank" src="http://redesign.ehmers-blog.de.w0123a6b.kasserver.com/wp-content/uploads/2012/07/Parkbank2-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://www.ehmers-blog.de/wp-content/uploads/2012/07/Parkbank2-300x225.jpg 300w, https://www.ehmers-blog.de/wp-content/uploads/2012/07/Parkbank2-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><br />
Überhaupt: die Grenzen sind fließend. Nach intensivem Studieren der zeitgenössischen Kunst ertappt man sich dabei, dass man alles Mögliche daraufhin hinterfragt, ob es ein Exponat ist. Da stolpert man auch schon einmal über einen Parkbanksockel ohne Bretter &#8211; mindestens zehn Prozent der Besucher könnten einem wahrscheinlich die besondere Bedeutung erklären, obwohl doch einfach nur die Bank defekt ist&#8230;</p>
<p>Für Manchen scheinen einige Kunstwerke vermutlich primär den Zweck zu verfolgen, den Beweis dafür anzutreten, dass moderne Kunst nach dem Anspruch der Szene nicht &#8220;schön&#8221; oder &#8220;ästhetisch&#8221; sein muss. Besonders gilt dies für Video- und Klangskulpturen, die &#8211; zugegeben &#8211; manchmal selbst bei toleranten Menschen an die Schmerzgrenze gehen. Aber hier sind wir dann schon beim persönlichen Geschmack und Empfinden. Und da sollte aus meiner Sicht bei der d13 für jeden einigermaßen neugierigen und offenen Menschen einiges dabei sein, das den Besuch in Kassel lohnt.</p>
<p>Hier eine Auswahl von vier Kunstwerken, die meinen Besuch zu einem lohnenden Besuch gemacht haben (&#8230;und es gab mehr):</p>
<p>&#8211; Im Keller der documenta-Halle wird eine Installation von <span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.nalinimalani.com/" target="_blank">Nalini Malani </a></span>gezeigt, die optisch und akustisch eindrucksvoll ist. Mehrere Beamer durchleuchten rotierende, bemalte und halb transparente Tonnen und werfen ein bewegtes Bild- und Schattenspiel an die Wände &#8211; mit entsprechend überlagerter akustischer Begleitung.</p>
<figure id="attachment_686" aria-describedby="caption-attachment-686" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://redesign.ehmers-blog.de.w0123a6b.kasserver.com/wp-content/uploads/2012/07/Malani3.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-686 " style="border: 0px none;" title="Nalini Malani " src="http://redesign.ehmers-blog.de.w0123a6b.kasserver.com/wp-content/uploads/2012/07/Malani3-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://www.ehmers-blog.de/wp-content/uploads/2012/07/Malani3-300x225.jpg 300w, https://www.ehmers-blog.de/wp-content/uploads/2012/07/Malani3-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-686" class="wp-caption-text">Nalini Malani: &#8220;In Search of Vanished Blood&#8221;</figcaption></figure>
<p>&#8211; Der Amerikaner <span style="text-decoration: underline;"><a href="http://michaelrakowitz.com/" target="_blank">Michael Rakowitz</a> </span>inszenierte im Fridericianum ebenso anschaulich wie handwerklich ausgezeichnet &#8211; und je nach persönlicher Empfindsamkeit sogar bewegend &#8211; wie Kunst sinnlos zerstört wird. Der Bogen wird gespannt von zerstörten Büchern im zweiten Weltkrieg (in Deutschland und Polen) bis zu von Taliban 2001 zerstörten Buddha-Statuen.</p>
<figure id="attachment_689" aria-describedby="caption-attachment-689" style="width: 225px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://redesign.ehmers-blog.de.w0123a6b.kasserver.com/wp-content/uploads/2012/07/Rakowitz.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-689 " style="border: 0px none;" title="Michael Rakowitz" src="http://redesign.ehmers-blog.de.w0123a6b.kasserver.com/wp-content/uploads/2012/07/Rakowitz-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" srcset="https://www.ehmers-blog.de/wp-content/uploads/2012/07/Rakowitz-225x300.jpg 225w, https://www.ehmers-blog.de/wp-content/uploads/2012/07/Rakowitz-768x1024.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a><figcaption id="caption-attachment-689" class="wp-caption-text"><a href="https://www.artsy.net/artist/michael-rakowitz">Michael Rakowitz</a>: &#8220;What Dust Will Rise?&#8221;</figcaption></figure>
<p>&#8211; In der neuen Gallerie hat <span style="text-decoration: underline;"><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Geoffrey_Farmer" target="_blank">Geoffrey Farmer</a></span> in einer echten Fleißarbeit hunderte, wenn nicht tausende Fotos aus dem US-Magazin Life auf kleine Stäbe gesetzt und zu einer gigantischen Collage montiert. Das könnte man sich stundenlang ansehen und würde immer noch etwas Neues entdecken.</p>
<figure id="attachment_683" aria-describedby="caption-attachment-683" style="width: 339px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://redesign.ehmers-blog.de.w0123a6b.kasserver.com/wp-content/uploads/2012/07/Farmer8.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-683 " style="border: 0px none;" title="Geoffrey Farmers " src="http://redesign.ehmers-blog.de.w0123a6b.kasserver.com/wp-content/uploads/2012/07/Farmer8-300x225.jpg" alt="" width="339" height="254" srcset="https://www.ehmers-blog.de/wp-content/uploads/2012/07/Farmer8-300x225.jpg 300w, https://www.ehmers-blog.de/wp-content/uploads/2012/07/Farmer8-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 339px) 100vw, 339px" /></a><figcaption id="caption-attachment-683" class="wp-caption-text">Geoffrey Farmer: „Leaves of Grass“</figcaption></figure>
<p>&#8211; &#8220;Die Gedanken sind frei &#8211; 100 songs for 100 days of dOCUMENTA (13)&#8221; von <span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.susanhiller.org/" target="_blank">Susan Hiller</a></span>. In dem Raum in der Neuen Galerie spielt eine Musicbox 100 Widerstandslieder aus aller Welt, ein Begleitbuch liegt aus und die Texte an der Wand ergänzen die Audioskulptur zu einem Gesamteindruck &#8211; man sitz da und lässt die Gedanken angeregt und gleichermaßen frei umherschweifen.</p>
<figure id="attachment_703" aria-describedby="caption-attachment-703" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://redesign.ehmers-blog.de.w0123a6b.kasserver.com/wp-content/uploads/2012/07/Hiller.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-703 " style="border: 0px none;" title="Susan Hiller" src="http://redesign.ehmers-blog.de.w0123a6b.kasserver.com/wp-content/uploads/2012/07/Hiller-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://www.ehmers-blog.de/wp-content/uploads/2012/07/Hiller-300x225.jpg 300w, https://www.ehmers-blog.de/wp-content/uploads/2012/07/Hiller-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-703" class="wp-caption-text">Susan Hiller: &#8220;Die Gedanken sind frei &#8211; 100 songs for 100 days of dOCUMENTA (13)&#8221;</figcaption></figure>
<p>Meine Empfehlung ist zusammenfassend klar: Nutzen Sie die Sommerzeit für einen Abstecher nach Kassel. Machen Sie sich selbst einen Eindruck und finden Sie ihre bevorzugten Kunstwerke. Wenn Sie Kinder haben, nehmen Sie sie mit &#8211; Kinder haben oft einen erstaunlichen Zugang zur modernen Kunst und nebenbei kann man in der Karlsaue zwischen den Exponaten herumtoben, es gibt sogar ein Riesenrad.</p>
<p>Also, auf geht&#8217;s nach Kassel &#8211; und wer da war, der ist sehr herzlich eingeladen, hier seinen Kommentar abzugeben.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.ehmers-blog.de/2012/documenta-13-vorsicht-kunst/">Vorsicht, Kunst &#8211; dOCUMENTA (13)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.ehmers-blog.de">Ehmers-Blog</a>.</p>
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