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	<title>Giovanni di Lorenzo Archives - Ehmers-Blog</title>
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	<title>Giovanni di Lorenzo Archives - Ehmers-Blog</title>
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		<title>Verstehen Sie das, Herr Helmut Schmidt?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dr. Jörg Ehmer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Oct 2012 05:36:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Auch lesenswert]]></category>
		<category><![CDATA[Giovanni di Lorenzo]]></category>
		<category><![CDATA[Helmut Schmidt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>An anderer  Stelle  habe ich mich bereits geoutet: Bundeskanzler a. D. Helmut Schmidt beeindruckt mich. Und das nicht nur aufgrund seines Handelns während seiner aktiven Amtszeit, sondern auch aufgrund seiner Gradlinigkeit sowie ungebrochenen Scharfsinnigkeit (und Scharfzüngigkeit). Die Zeit-Kolumne &#8220;Auf eine Zigarette mit Helmut Schmidt&#8221; hat fast Kult-Status. An die hundert...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.ehmers-blog.de/2012/helmut_schmidt/">Verstehen Sie das, Herr Helmut Schmidt?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.ehmers-blog.de">Ehmers-Blog</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>An anderer  <span style="text-decoration: underline;"><a href="http://redesign.ehmers-blog.de.w0123a6b.kasserver.com/2012/helmut-schmidt/" target="_blank">Stelle</a></span>  habe ich mich bereits geoutet: Bundeskanzler a. D. Helmut Schmidt beeindruckt mich. Und das nicht nur aufgrund seines Handelns während seiner aktiven Amtszeit, sondern auch aufgrund seiner Gradlinigkeit sowie ungebrochenen Scharfsinnigkeit (und Scharfzüngigkeit).</p>
<p>Die Zeit-Kolumne &#8220;Auf eine Zigarette mit Helmut Schmidt&#8221; hat fast Kult-Status. An die hundert Mal hat Giovanni di Lorenzo im Wochenrhythmus Helmut Schmidt zu aktuellen Themen befragt. Immer kurzweilig, manchmal überraschend, aber nie glatt oder langweilig. Anfang 2009 wurde die Kolumne eingestellt. Das gleichnamige <span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.kiwi-verlag.de/das-programm/einzeltitel/?isbn=978-3-462-04065-4" target="_blank">Buch</a></span> mit einer Auswahl der Gespräche wurde als Paperback, Hardcover und e-book ein Bestseller, und ich hatte großes Vergnügen bei der Lektüre.</p>
<p>Umso mehr habe ich mich gefreut, als mir mein ältester Sohn zum Geburtstag ein frisch erschienenes Buch geschenkt hat: &#8220;Verstehen Sie das, Herr Schmidt?&#8221; Das Buch enthält gut 20 Gespräche des bewährten Duos di Lorenzo/Schmidt. Die Gespräche aus den vergangenen drei Jahren sind intensiver, ausführlicher und haben (noch) mehr Tiefgang als die &#8220;Zigaretten-Gespräche&#8221;. Die Themen sind breit gefächert: Es geht um Atomwaffen und Religion, um Staatsverschuldung und Wahlkämpfe, um Helmut Kohl und Thilo Sarrazin, um China und Menschenrechte &#8211; und um vieles, vieles mehr.</p>
<p>Die Sammlung ist nicht nur thematisch sehr vielschichtig. Auch die Tonalität reicht von ernst und nachdenklich bis zu schnodderig und humorvoll. Wie gewohnt ist Helmut Schmidt schlagfertig und auf den Punkt. Natürlich sind es Bekenntnisse wie &#8220;Ich habe ihn unterschätzt&#8221; (gemeint ist Helmut Kohl) oder &#8220;Ich habe kein Verständnis dafür, dass die Angst vor Atomwaffen inzwischen auf null gesunken ist&#8221;, die politisch interessant sind, ebenso wie Ansichten und Einsichten zu vielen Politikern, von Brandt bis Obama.</p>
<p>Aber auch jenseits der großen Bühne der Weltpolitik ist der Bundeskanzler a.D. bisweilen für Giovanni di Lorenzo eine echte Herausforderung und in seinen Antworten oft entwaffnend. Dies zeigt sich bestens bei den Antworten auf Fragen, die Leser zum 40-jährigen Jubiläum des ZEIT-Magazins stellten: Auf die Frage eines 12-Jährigen, was Helmut Schmidt vom Abitur nach acht Jahren hält, antwortet er &#8220;Ich habe zwangsläufig und ohne dass ich das vorher wusste, nach acht Jahren Abitur gemacht, und es ist einigermaßen etwas aus mir geworden&#8221;.</p>
<p>Wer Freude daran hat, geistreiche und knackige Gespräche in 10-Seiten-Portionen zu lesen, wer an 94  Jahren Lebenserfahrung teilhaben möchte und wer gerne Anregungen zum Querdenken bekommen mag, dem kann ich &#8220;Verstehen Sie das, Herr Schmidt&#8221; nur empfehlen. Also, auf zum freundlichen Buchhändler um die Ecke!</p>
<p><em><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.kiwi-verlag.de/das-programm/einzeltitel/?isbn=978-3-462-04486-7#autor" target="_blank">&#8220;Verstehen Sie das, Herr Schmidt&#8221;</a></span>, Verlag: (Kiepenheuer &amp; Witsch), 272 Seiten, gebunden, ISBN: 978-3-462-04486-7</em></p>
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		<title>Ein beeindruckender Abend mit Helmut Schmidt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dr. Jörg Ehmer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Mar 2012 08:45:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Messen & Events]]></category>
		<category><![CDATA[Giovanni di Lorenzo]]></category>
		<category><![CDATA[Helmut Schmidt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Netzwerkveranstaltungen gibt es zahllose. Wenn ich wollte, könnte ich wie viele andere jeden Abend irgendwo das Akquiseopfer für Visitenkartenstreuer abgeben. Jedoch auf diese eine Netzwerkveranstaltung habe ich mich seit Wochen gefreut wie ein kleines Kind auf seinen Geburtstag: Helmut Schmidt zu Gast bei der 50. Ausgabe des Düsseldorfer Ständehaus-Treffs im...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Netzwerkveranstaltungen gibt es zahllose. Wenn ich wollte, könnte ich wie viele andere jeden Abend irgendwo das Akquiseopfer für Visitenkartenstreuer abgeben. Jedoch auf diese eine Netzwerkveranstaltung habe ich mich seit Wochen gefreut wie ein kleines Kind auf seinen Geburtstag: Helmut Schmidt zu Gast bei der 50. Ausgabe des Düsseldorfer Ständehaus-Treffs im Dialog mit Giovanni di Lorenzo. Das versprach einen spannenden, anregenden und unterhaltsamen Abend &#8211; und die Erwartungen wurden nicht enttäuscht.</p>
<p>Hier meine persönlichen Schmidt-Highlights des Abends:</p>
<p>Zum Eindruck, den Joachim Gauck auf Schmidt gemacht hat, als er ihn am Freitag vor der Wahl zum Bundespräsidenten traf:<br />
„Er machte den Eindruck eines normalen Menschen &#8211; und das ist eine ganze Menge.“</p>
<p>Zur Notwendigkeit von Kompromissen in der Politik:<br />
„Wenn ein Gesetz genauso raus kommt aus dem Landtag, wie Sie es eingebracht haben, haben Sie es entweder mit einer Diktatur zu tun oder mit einem nicht funktionierenden demokratischen System.“</p>
<p>Zur Intervention der westlichen Welt im Irak und in Afghanistan und den Ereignissen in Libyen, Ägypten und Syrien:<br />
„Ich sehe viele Tote &#8211; aber keinen Fortschritt.“</p>
<p>Zu Hedgefond-Managern:<br />
„Es nützt der Volkswirtschaft nicht, wenn ein Hedgefond-Manager als Milliardär ins Jenseits entschwindet.“</p>
<p>Zur Frage, warum Deutschland Griechenland helfen soll:<br />
„Die Deutschen müssen sich gefälligst daran erinnern, dass sie ohne die Hilfe Amerikas, ohne die Hilfe des Schumann-Plans und ohne die Hilfe des Marschall-Plans niemals auf einen grünen Zweig gekommen wären. Das heißt, das wiedervereinigte Deutschland steht ökonomisch gut da. Aber warum steht es gut da? Weil die anderen geholfen haben. (&#8230; ) Man muss als Deutscher begreifen, dass man von der Welt abhängt und dass man ohne die Hilfe Vieler nicht auf einen grünen Zweig gekommen wäre und man in Folge dessen heute als Deutscher die Pflicht hat, den anderen zu helfen.“</p>
<p>Was noch gefehlt hat? Gerne hätte ich Helmut Schmidt im Dialog mit der NRW-Ministerpräsidentin Kraft erlebt. Dieser ist ja gerade der Landtag abhanden gekommen. So kann sie zum Glück ihren aberwitzigen Plan nicht mehr umsetzen, das Nichtraucherschutzgesetz so rabiat zu verschärfen, dass quasi nirgendwo mehr geraucht werden darf &#8211; selbst nicht in einer geschlossenen Gesellschaft oder in meiner <a href="http://www.cigarworldlounge.de/cms/">Lieblings-Zigarrenlounge</a>. Na den Kommentar von Helmut Schmidt dazu hätte ich gerne gehört. Denn beim Ständehaus-Treff antwortete er auf die Frage, ob es öffentliche Orte gibt, an denen er nicht raucht, in seiner unmissverständlichen Art: „Ja, gibt es. Ich würde in einer Kirche nicht rauchen, aber deswegen gehe ich da auch ganz ganz selten hin“</p>
<p>Was ist es, das Schmidts Schnauze so außergewöhnlich macht? Sicher nicht nur die Souveränität und Gelassenheit des Alters und die Erfahrung eines Mannes, der Deutschland durch eine schwere Zeit gesteuert hat. Helmut Schmidt hat einmal gesagt: &#8220;Für mich bleibt das eigene Gewissen die oberste Instanz&#8221; &#8211; und genau das spürt man. Er ist innerlich unabhängig, bis in die Haarspitzen authentisch und vertritt (s)eine glasklare Meinung, auch wenn sie unpopulär ist. Ein außerordentlich gutes Beispiel dafür waren Schmidts Antworten auf die Fragen von Giovanni di Lorenzo zum Thema Vorbildfunktion eines Politikers:</p>
<p>Di Lorenzo: Haben Sie Verständnis für die Deutschen, die Sie für ein Vorbild halten?</p>
<p>Schmidt: Wenig. Außerdem ist es lästig.</p>
<p>Di Lorenzo: Warum?</p>
<p>Schmidt: In Wirklichkeit bin ich kein so guter Mensch.</p>
<p>Di Lorenzo: Inwieweit müssen Politiker überhaupt Vorbild sein, in welchen Bereichen?</p>
<p>Schmidt: Sie müssen Vorbilder sein in ihrem Bereich. Sie müssen kein Vorbild sein, was ihre Vorliebe für Musik oder für Theater angeht. Sie müssen kein Vorbild sein, was die Einhaltung der Einehe angeht. Aber auf dem politischen Feld müssen sie Vorbilder sein.</p>
<p>Glauben Sie mir, man nimmt diesem Mann jedes einzelne dieser Worte ab und ist am Ende oft genauso überzeugt davon wie er.</p>
<p>Also, lieber Veranstalter Axel Pollheim: Danke für diesen beeindruckenden Abend!</p>
<p>PS: zum Abschluss noch eine Buchempfehlung: <em>Auf eine Zigarette mit Helmut Schmidt</em> (Helmut Schmidt / Giovanni di Lorenzo)</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.ehmers-blog.de/2012/helmut-schmidt/">Ein beeindruckender Abend mit Helmut Schmidt</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.ehmers-blog.de">Ehmers-Blog</a>.</p>
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