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	<title>Karneval Archives - Ehmers-Blog</title>
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		<title>Tipps zum rheinischen Karneval &#8211; Tätä Tätä Tätä</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dr. Jörg Ehmer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Feb 2013 07:58:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Quergedacht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nur noch wenige Tage, dann ist es wieder soweit. Der rheinische Karneval strebt unaufhaltsam seinem Höhepunkt entgegen. Ab Mitte der Woche gibt es in den Hochburgen nur zwei Möglichkeiten: mitmachen, oder rechtzeitig das Weite suchen. Viele Rheinländer flüchten, aber es gibt auch das umgekehrte Phänomen: Nicht-Rheinländer kommen zu Karneval in...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nur noch wenige Tage, dann ist es wieder soweit. Der rheinische Karneval strebt unaufhaltsam seinem Höhepunkt entgegen. Ab Mitte der Woche gibt es in den Hochburgen nur zwei Möglichkeiten: mitmachen, oder rechtzeitig das Weite suchen. Viele Rheinländer flüchten, aber es gibt auch das umgekehrte Phänomen: Nicht-Rheinländer kommen zu Karneval in das Rheinland. Manch einer vielleicht geschäftlich, die Meisten sicher eher zum Feiern. Hier einige Tipps für Menschen aus der Ferne:</p>
<ol>
<li>Sie haben einen geschäftlichen Termin nach Mittwoch und vor Donnerstag nächster Woche? Prüfen Sie noch einmal Ihren Kalender, wahrscheinlich sind Sie in der Zeile verrutscht. Ab Donnerstagvormittag herrscht Ausnahmezustand. Am Aschermittwoch ist dann bekanntlich alles vorbei, doch echte Jecken sind nicht vor Donnerstag für einen ernsthaften Geschäftstermin zu gebrauchen. Haben Sie sich im Termin nicht geirrt, wurden Sie entweder auf den Arm genommen, oder Sie können sich auf einen speziellen Termin einstellen.</li>
<li>Sie kennen den Brauch, dass donnerstags den Herren die Krawatten abgeschnitten werden? Gut. Versuchen Sie nicht, besonders clever zu sein. Das rächt sich. Wer ohne Krawatte kommt, riskiert, dass die Damen ihm stattdessen Schnürsenkel oder Kragenspitzen stutzen. Wer eine hässliche Krawatte anzieht, der riskiert das Gleiche plus Zusatzstrafe, den ganzen Tag mit einer super-hässlichen Krawatte rumlaufen zu müssen – denn so etwas schneidet keine Frau mit närrischem Charakter ab.</li>
<li>Kleider machen Leute – auch im Karneval. Wenn Sie im Straßen- oder Sitzungskarneval mitfeiern wollen, dann ist Kostümierung Ehrensache. Kreativität punktet, Cowboy und Indianer sind maximal langweilig. Achten Sie auch auf Praxistauglichkeit. Bequemlichkeit ist Trumpf, in Kneipen wird es heiß und stickig, Bärenfellkostüme und Polyester sind nicht einmal zweite Wahl und dicke Baumwollsachen helfen bei Regen im Straßenkarneval auch nicht weiter.</li>
<li>Wer nach Köln mit dem Zug anreist und direkt in die Altstadt stolpert, darf nicht erwarten, dort mehr Kölner als Norddeutsche anzutreffen – in der Düsseldorfer Altstadt sind auch eher das Umland und das angrenzende Königreich vertreten als viele Düsseldorfer. Also lieber in Richtung Studenten- und Inn-Viertel bewegen.</li>
<li>Zum Kneipenkarneval geht man früh, das gilt besonders für Donnerstag, wo es um 11:11 Uhr los geht. Wer spät kommt, der kommt kaum noch rein – weder in die Kneipe, noch ins Feiern. Außerdem kann man, wenn man früh kommt, noch einen strategisch guten Platz an der Theke ergattern, vorzugsweise in der Nähe der Toilette.</li>
<li>Karneval ist eine lokale Veranstaltung. Wikipedia listet weit über 200 Narrenrufe auf, ähnlich vielschichtig ist das Brauchtum. Wer in Köln ein Alt bestellt, von Fasching spricht und Helau ruft, der darf nicht mit Toleranz rechnen – irgendwo hat der Spaß ja auch mal ein Ende. Die Düsseldorfer sind da schon toleranter, dort werden sogar Kölner Karnevalslieder gesungen – wahrscheinlich auch, weil die meisten und besten Karnevalslieder einfach aus Köln kommen…</li>
<li>Die ultimative Feier-Verhaltensanweisung findet sich neben anderen nützlichen Tipps im Karnevals-Knigge auf <a href="http://www.koelner-karneval.org">www.koelner-karneval.org</a>– Regel 9 lautet:„Jetzt kommt das Wichtigste: Machen Sie sofort mit. Karneval ist keine intellektuelle Leistung, sondern kommt aus dem Bauch, darauf muss man sich einlassen. Bleiben Sie locker und hören Sie auf, sich selbst zu beobachten. Trinken und schunkeln Sie, singen und tanzen Sie mit. Machen Sie das, was alle tun. Wenn sich einer bei Ihnen einhakt, schütteln Sie ihn nicht ab, sondern lächeln Sie ihn an. Wenn Ihnen einer ein Kölsch über den Arm schüttet, lachen Sie und sagen Sie das macht nichts.“</li>
</ol>
<p>Einfach drauf einlassen und viel Spaß in den kommenden Tagen.  Also, Alaaf und Helau!</p>
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