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	<title>Elektro-Handel Archives - Ehmers-Blog</title>
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	<title>Elektro-Handel Archives - Ehmers-Blog</title>
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		<title>Hannover, eine Reise wert?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dr. Jörg Ehmer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Feb 2013 08:01:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Messen & Events]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Berlin ist ja bekanntlich immer &#8211; und gerade auch zur IFA &#160;&#8211; eine Reise wert. Aber wie sieht es mit Hannover aus? Der Höflichkeit halber halte ich mich mit jedem Vergleich der touristischen Qualität zurück und beschränke mich auf einen Blick auf die CeBIT 2013. Zu Hochzeiten der&#160; .com-Blase und...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Berlin ist ja bekanntlich immer &#8211; und gerade auch zur IFA &nbsp;&#8211; eine Reise wert. Aber wie sieht es mit Hannover aus? Der Höflichkeit halber halte ich mich mit jedem Vergleich der touristischen Qualität zurück und beschränke mich auf einen Blick auf die CeBIT 2013.</p>
<p>Zu Hochzeiten der&nbsp; .com-Blase und Mobilfunk-Boomphase schien die CeBIT unantastbar und die&nbsp;IFA schwächelte. Während die Berliner Nehmerqualitäten bewiesen und mit einem klugen Konzept, der Integration der weißen Ware und harter professioneller Arbeit eindrucksvoll auf die Gewinnerstraße zurückkehrten, blieb das Bild der CeBIT viele Jahre diffus und die Richtung wies eher nach unten. Was darf man 2013 erwarten? Lohnt sich die Reise an die Leine?</p>
<p><a href="/wp-content/uploads/2013/02/CeBIT-2013-300x200-Kopie.jpg"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-1237" title="CeBIT-2013-300x200 Kopie" src="/wp-content/uploads/2013/02/CeBIT-2013-300x200-Kopie.jpg" alt="" width="132" height="225"></a>Klappern gehört ja bekanntlich zum Handwerk. So wundert es auch wenig, wenn die Verantwortlichen die CeBIT anpreisen als die &#8220;weltweit wichtigste Veranstaltung der digitalen Wirtschaft&#8221;. Bereits <span style="text-decoration: underline;"><a title="CeBIT" href="/2012/cebit/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">im letzten Jahr</a></span> hatte ich von der CeBIT einen überwiegend positiven Eindruck&nbsp; und bin mit der Erkenntnis heimgefahren, dass endlich wieder ein sinnvolles Profil heranreift. Frank Pörschmann, in diesem Jahr erstmals auch formal der CeBIT-Chef, hat in den vergangenen beiden Jahren mit seinem Team erkennbar daran gearbeitet, die Messe (wiech-Plattform sein, die Innovationen und Trends zeigt, aber auch konkretes Geschäft in der digitalen Wirtschaft beflügelt, qualitativ hochwertiges Networking ermöglicht sowie hochkarätige Konferenzen bietet. Und, im allgegenwärtigen „war for talents“ wichtig, die CeBIT 2013 soll ein „Treffpunkt Karriere“ sein, der für Talente und Fachkräfte gleichermaßen interessant ist.eder) zu einer Veranstaltung für ITK-Profis zu entwickeln.</p>
<p>Diese Handschrift und Zielrichtung erkennt man auch klar, wenn man sich die Gründe ansieht, welche die CeBIT-Macher für einen Messebesuch ins Feld führen. Die Messe soll eine HightHierzu passen dann auch die Messeschwerpunkte, nämlich Branchenlösungen als klares inhaltliches Fokusthema (CeBIT pro), daneben Public Sector (CeBIT gov), Innovationen (CeBIT lab) und, etwas weniger stringent, CeBIT life (letzteres hat hoffentlich in diesem Jahr deutlich mehr als den im letzten Jahre von mir bereits als unpassend empfundenen Games-Bereich zu bieten). Last not least dürfte auch in diesem Jahr der Planet Reseller wieder für Händler ein bevorzugter Anlaufpunkt werden. Bei der Gelegenheit: wenn Sie den Planet Reseller besuchen, schauen Sie mal bei comTeam vorbei &#8211; es lohnt sich.</p>
<p>Mit dem Leitthema &#8220;Shareconomy&#8221; wird ein heißes Eisen gewählt, das unzureichend verstanden wäre, wenn man nur an Facebook, Pinterest und Instagram dächte. Im professionellen Bereich denkt man eher an moderne Unternehmenskommunikation und -prozesse, Zusammenarbeit in Teams und mit Partnern, Sharing, virtualisierte Services und nicht zuletzt auch an neue Geschäftsmodelle und Chancen. Es wird spannend sein, zu beobachten, wie der Brückenschlag und die übergreifende Bearbeitung gelingen. Das Thema ist breit. Es konkret und anfassbar, nutzbar und nützlich zu präsentieren, ist die Herausforderung.</p>
<p>Wer wehmütig an die Messepartyexzesse der 90er zurückdenkt, wer laut und schrill sowie Konsumententhemen sucht, der sollte wohl eher zuhause bleiben und das sicher auch in diesem&nbsp; Jahr wieder wenig einladende CeBIT Wetter nebst Messeschnellweg-Einbahnstraßenregelung meiden. Für ITK-Profis sieht es aus heutiger Sicht anders aus, für sie ist das Programm durchaus vielversprechend. Ich jedenfalls bin gespannt und freue mich auf die CeBIT 2013.</p>
<p>Also, um die eingangs gestellte Frage zu beantworten: Für mich sieht es so aus, als sei die CeBIT eine Reise wert!</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Höhere Preise bringen Chancen, kaum einer nutzt sie!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dr. Jörg Ehmer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Nov 2012 07:57:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Brancheninsides]]></category>
		<category><![CDATA[Elektro-Handel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wer angesichts der Überschrift hofft, ich könnte berichten, dass die Wertevernichtung und Preistreiberei in Consumer-Electronic und Multimedia ein Ende hat, den muss ich leider enttäuschen. Nein, Fernseher und Notebooks werden nicht teurer &#8211; leider. Hier geht es um etwas anderes, das teurer wird. Und zwar etwas, das mit stabilen Margen...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wer angesichts der Überschrift hofft, ich könnte berichten, dass die Wertevernichtung und Preistreiberei in Consumer-Electronic und Multimedia ein Ende hat, den muss ich leider enttäuschen. Nein, Fernseher und Notebooks werden nicht teurer &#8211; leider. Hier geht es um etwas anderes, das teurer wird. Und zwar etwas, das mit stabilen Margen vermarktet wird und das sonstige Geschäft nicht kannibalisiert. Etwas, das jeder braucht, das einfach zu verkaufen ist und dem Kunden ohne Nachteile einen Nutzen bringt. Wovon ich rede?</p>
<p>Strom!</p>
<p>Schließe ich jetzt die Augen und höre gut hin, vernehme ich genau, wie die meisten Fachhändler unter den Lesern sofort mindestens tausend gute Gründe haben, warum Strom verkaufen keine gute Idee ist. War da nicht ein Kollege, der berichtet hat, dass die Provision einmal verspätet gezahlt wurde? Und dass das Webportal mal eine Störung hatte? War da nicht auch ein Kollege, der es mal versucht hat und einen Physiklehrer oder Ingenieur als Kunden hatte, der eine Frage gestellt hat, die nicht aus dem Erfahrungsschatz zu beantworten war?</p>
<p>Ja, das hat es sicher alles gegeben &#8211; und bestimmt noch ärgerlichere Dinge. Aber wie ist es denn beim Verkaufen von Fernsehern und Waschmaschinen &#8211; oder gar Notebooks, mit dem oft lausigen Herstellerservice? Schaut man genauer hin, dann gibt es gegen die Vermarktung der meisten Produkte viele (wirklich gute?) Gründe. Der einzige Unterschied ist, dass man mit dem Verkaufen der aktuell vermarkteten Produkte aufhören müsste. Während ähnlich gute oder schlechte Gründe bei neuen Geschäftsfeldern nur gegen etwas Neues, gegen Veränderung sprechen. Also bleibt man lieber beim Alten, das ist schon ärgerlich genug.</p>
<p>Wer nichts macht, der macht keine Fehler &#8211; wer nichts unternimmt, der ist kein Unternehmer! Bei dieser Gelegenheit kann ich nur den Klassiker der Managementliteratur <span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-21086863.html" target="_blank">&#8220;Who moved my cheese&#8221;</a></span>  empfehlen &#8211; eine nette Fabel. Die Botschaft lautet: Wenn sich das Umfeld ändert, dann muss man sich aufmachen, um neue Chancen zu suchen und zu finden. Und damit sind wir wieder bei der Stromvermarktung, einem Mosaiksteinchen in diesem Sinne.</p>
<p>Letzte Woche berichteten alle Zeitungen darüber, dass die Stromanbieter zum Jahreswechsel die Preise stark anheben werden. Da ist es absehbar, dass Kunden &#8211; gerade auch in wirtschaftlich schwieriger werdenden Zeiten &#8211; offen dafür sind, die Preissteigerung durch einen Anbieterwechsel wegzusparen. Außerdem haben viele Verbraucher eine hohe Bereitschaft, unabhängig vom Preis durch die Wahl von Ökostrom ein Bekenntnis abzugeben. Was auch immer die Motivation für die Bereitschaft zum Wechsel des Anbieters sein mag: Das Potential ist gigantisch!</p>
<p>Ich habe diese Nachrichten zum Anlass genommen, selber einmal in unserem ElectronicPartner Infonet auszuprobieren, wie die Stromvermarktung funktioniert. Klare Erkenntnis: Einfacher geht es nicht. Ein übersichtliches Portal, Antworten auf alle erdenklichen Fragen und ein Auftragsprozess, den ich beim ersten Versuch verstanden habe. Es gibt schlicht und ergreifend keinen Grund, es nicht einmal auszuprobieren &#8211; gerade jetzt. Dass ist nicht Kür, sondern Pflicht, nicht Hochreck, sondern einfacher Purzelbaum auf dick gepolsterter Matte.</p>
<p>Also, liebe Fachhändler für alles, das mit Strom betrieben wird: aufwachen, Chance ergreifen, Kunden begeistern und Geld verdienen!</p>
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		<title>Kein Schatten ohne Licht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dr. Jörg Ehmer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Sep 2012 11:53:25 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Klagen ist bekanntlich der Gruß der Kaufleute. Ebenso bekannt ist auch, dass Klagen alleine selten hilft. Ja, es ist beklagenswert, dass wertige Produkte sehr oft auf dem Altar der Umsatz-Marktanteile geopfert und unter Wert vermarktet werden. Der IT-Bereich hat es vorgemacht:  Ständig sinkende Preise und steigender Margendruck machen entlang der...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Klagen ist bekanntlich der Gruß der Kaufleute. Ebenso bekannt ist auch, dass Klagen alleine selten hilft. Ja, es ist beklagenswert, dass wertige Produkte sehr oft auf dem Altar der Umsatz-Marktanteile geopfert und unter Wert vermarktet werden. Der IT-Bereich hat es vorgemacht:  Ständig sinkende Preise und steigender Margendruck machen entlang der Wertschöpfungskette allen Marktteilnehmern wenig Freude. Und dennoch hat es sich in den vergangenen Jahren genauso entwickelt. Auch in der Unterhaltungselektronik ist diese Tendenz zu erkennen. Und selbst in der lange stabilen Welt der Elektrogroßgeräte ist angesichts der vordrängenden Marktteilnehmer aus Asien mit hoher, leider auch preisgetriebener Wettbewerbsaktivität zu rechnen.</p>
<p>Natürlich sind alle Marktteilnehmer dazu aufgerufen, sich hiergegen zur Wehr zu setzen und langfristig auch im Sinne des Verbrauchers/Gebrauchers sicherzustellen, dass Innovationen und qualifizierter Dienst am Kunden angemessenen honoriert werden. In der Realität verhindern aber all diese Bemühungen nicht, dass Produktpreise und erzielbare Margen weiter unter Druck kommen. Darauf muss jeder verantwortungsvolle Unternehmer sich und sein Unternehmen einstellen.</p>
<p>Dies beginnt damit, die Marktentwicklung sorgsam zu beobachten und sich bietende Chancen zu ergreifen. Die <span style="text-decoration: underline;"><a href="http://redesign.ehmers-blog.de.w0123a6b.kasserver.com/2012/ifa/" target="_blank" rel="noopener">IFA</a></span> hat es klar und deutlich gezeigt:  Warenbereiche wachsen immer stärker zusammen. Bestes Beispiel: Consumer Electronic und IT verschmelzen zu Consumer Media. Wer gestern noch gut davon leben konnte „nur“ Fernseher zu verkaufen, der wird dies morgen und übermorgen kaum noch können. In Zeiten, in denen Smartphones und Tablets zur Fernbedienung (neudeutsch: „user interface“) werden, wird wertiges Verkaufen immer schwerer, wenn man nur das halbe Produkt bietet. Wird der Kundennutzen des vernetzten Heims für den Verbraucher greifbar, wäre es unternehmerisch das Gegenteil von weitblickend, die sich hieraus ergebenden Möglichkeiten nicht zu nutzen.</p>
<p>Konkret bedeutet dies, dass Beratungskompetenz in den Bereichen Multimedia / TK / IT (konkret: vor allem Heimnetzwerk und netzwerkfähige Endgeräte) wesentliche Erfolgsvoraussetzung für die Zukunft ist. Doch wer nur berät und Hardware verkauft, der springt zu kurz und nutzt die sich bietenden Ertragsaussichten unzureichend. Neben Beratung und Verkauf von Hardware sowie den nachfolgenden Installations-/Konfigurationsleistungen bieten auch Software und Dienste Chancen, anderweitig wegbrechende Deckungsbeiträge zumindest zu kompensieren.</p>
<p>Wer Smartphones vertreibt, der verkauft sinnvoller Weise auch die zugehörige Netzleistung, also den Mobilfunkvertrag. Wer Smart-TV verkauft und diese in das Heimnetzwerk einbindet, der sucht auch im Bereich Festnetzbandbreite nach Vermarktungspotential. Und wer besonders energiesparende Produkte anbietet, der sollte die Ökologie- und Kostenspar-Geschichte weitererzählen. Zum Beispiel mit einem Wechsel des Stromanbieters. Und, um das Bild abzurunden, Finanzierung, Garantieverlängerung, TV-Inhalt (egal ob von Sky, Telekom, Vodafone oder Maxdome)  und andere Services nutzen den Kunden und bringen weitere zusätzliche Deckungsbeiträge. Keiner wird und muss alle sich ergebenden Möglichkeiten ausschöpfen. Aber alle oder die Mehrzahl der Chancen liegenzulassen wäre sträflich.</p>
<p>Für eine Verbundgruppe mit vielschichtiger Mitgliederstruktur ist es daher wichtig, den ihr angeschlossenen Unternehmern ein möglichst breites Leistungsangebot zu unterbreiten. Daher freue ich mich, dass wir an diesem Wochenende auf der ElectronicPartner Hausmesse den angeschlossenen Unternehmen mehrere neue Dienstleistungen zur Vermarktung anbieten können. Zum einen den für Kunden attraktiven eigenen Prepaid-Mobilfunktarif easyTel, bei dem die vermarktenden Fachhändler und -märkte dauerhaft von den Erträgen profitieren &#8211; im Prepaid-Bereich alles andere als üblich. Auch dass Amazon mit ElectronicPartner als erstem stationären Handelsunternehmen in Deutschland einen Vertrag abgeschlossen hat, der die Vermarktung der neuen Kindle-Tablets am POS ermöglicht, ist eine gute Nachricht – zumal die vermarktenden Fachhändler und -märkte langfristig an den Download-Erträgen teilhaben.</p>
<p>Also, so beklagenswert die Margen-Entwicklung ist: Es gibt keinen Schatten ohne Licht.</p>
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		<title>IFA 2012 &#8211; zehn gute Gründe, nach Berlin zu reisen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dr. Jörg Ehmer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Sep 2012 07:00:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Messen & Events]]></category>
		<category><![CDATA[Elektro-Handel]]></category>
		<category><![CDATA[Handel]]></category>
		<category><![CDATA[IFA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die IFA ist für jeden aus der Branche ein Muss. Die Internationale Funkausstellung zeigt, was heute den Markt prägt und morgen unser Geschäft bestimmen wird. Hier meine Top 10 &#8211; für alle, die schon in Berlin sind oder noch zur zweiten Halbzeit anreisen: 1) Miele Softtronic Solar. Wer glaubt, das...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die IFA ist für jeden aus der Branche ein Muss. Die Internationale Funkausstellung zeigt, was heute den Markt prägt und morgen unser Geschäft bestimmen wird. Hier meine Top 10 &#8211; für alle, die schon in Berlin sind oder noch zur zweiten Halbzeit anreisen:</p>
<p><a href="http://redesign.ehmers-blog.de.w0123a6b.kasserver.com/wp-content/uploads/2012/09/IFA_Solartrockner.jpg" target="_blank"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignleft  wp-image-919" title="IFA_Solartrockner" src="http://redesign.ehmers-blog.de.w0123a6b.kasserver.com/wp-content/uploads/2012/09/IFA_Solartrockner-e1346653873472-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a>1) Miele Softtronic Solar. Wer glaubt, das Thema Energiesparen beim Trocknen sei mit Wärmepumpentrocknern am Ende des Machbaren angekommen, der wird eindrucksvoll eines Besseren belehrt. Die Gütersloher setzen solarthermische Energie (in vielen Haushalten bereits über entsprechende Kollektoren gewonnen) ein, um die Hitze zum Wäschetrocknen zu nutzen. Ergebnis: mehr als die Hälfte weniger Stromverbrauch &#8211; klasse!</p>
<p>Miele hat natürlich auch sonst einiges zu bieten &#8211; der Stand ist daher allemal einen Besuch wert. Von der Weiterentwicklung Smart Grid bis zum Duft-Wäschetrockner, der Wäsche wahlweise in den Noten Aqua, Nature und Cocoon beduftet. Das regt die  Phantasie an: wie wäre es beispielsweise mit &#8220;Workout&#8221; für den, der sportliche Aktivität vortäuschen will oder &#8220;Cohiba Siglo VI&#8221; für passionierte Raucher vor dem Interkontinentalflug. Spaß bei Seite, auch diese Innovation wird sicher begeisterte Käufer bringen und bietet „Geruchsstoff“ für ein gutes Verkaufsgespräch.</p>
<p>2) OLED. Erwartungsgemäß ein Top-Thema von Samsung und LG &#8211; der eine wirbt in Berlin auf Häuserfassaden für die weltgrößte OLED-Erfahrung, der andere für das weltbeste OLED 3D Bild. In der Sache bleibt es dabei: unglaublich flach, sensationelle Bildqualität, brillante Farben &#8211; und das Fragezeichen nach wirklichem Marktstarttermin und Haltbarkeit. Neben OLED sieht man bei mehreren Herstellern 4K-Auflösung mit LED Technologie &#8211; das ist ein großer Schritt zu einem noch besseren Bild gerade auch auf sehr großen Bildschirmen. Und es geht weiter, wie zum Beispiel die 8K-Studie von Panasonic zeigt.</p>
<p>3) Nochmals Korea &#8211; aber Weiße Ware. Wer Zweifel daran hat, ob Samsung es ernst meint, der muss in Halle 5.1 gehen. Ein selbstbewussteres Statement kann man kaum abgeben, die Absichtsbekundung ist unmissverständlich.</p>
<p>4) Appmania. Alles ist App. Alles ist Content. Und wer hier nur an Consumer Electronic denkt, der irrt sich gewaltig. Siemens zeigt sehr umfassend und gereift, wie man mit dem Tablet-PC alle Elektrogroßgeräte via Wlan bedient – selbstverständlich auch aus der Ferne. Der Kühlschrank schießt sogar jedes Mal, sobald man ihn wieder schließt, ein Foto vom verbliebenen Inhalt, damit man von unterwegs sehen kann, was noch da ist. Miele geht in einer Konzeptstudie sogar so weit, eine Waschmaschine ohne Knöpfe zu zeigen (&#8220;Smartcontrol&#8221;), die ausschließlich über eine App bedient wird. Mal schauen, was sich von alledem durchsetzen wird &#8211; sicher nicht alles, aber noch sicherer vieles.</p>
<p>5) Loewe Reference ID. Es gibt keine Nische, die zu klein wäre, um sie zu besetzen. Loewe zeigt einen neuen Reference ID am Beispiel eines Manufakturmodells als Auftakt zu <a href="http://redesign.ehmers-blog.de.w0123a6b.kasserver.com/wp-content/uploads/2012/09/IFA_Loewe.jpg" target="_blank"><img decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-920" title="IFA_Loewe" src="http://redesign.ehmers-blog.de.w0123a6b.kasserver.com/wp-content/uploads/2012/09/IFA_Loewe-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>einem neuen, höchst individuellen Spitzenprodukt &#8211; „Meisterwerke“ ist das Schlagwort. Zukünftig können die Kunden in wenigen ausgesuchten Stützpunkten bei einem qualifizierten Fachhändler die wertigen Materialen auswählen, mit denen ihr Fernseher individualisiert wird. Der Phantasie sind kaum Grenzen gesetzt. Dies ist in mehrerlei Hinsicht gut. Es stützt das Markenimage. Und in Zeiten, in denen ein Fernseher nicht mehr von Loewe kommen muss, um gut auszusehen, ist es wichtig, die Exklusivität zu betonen und sich an die Spitze zu setzen. Dies umso mehr, als es in der Spitzenpreisklasse einsam geworden ist, seit sich der skandinavische Preisführer faktisch aus dem Markt weitgehend verabschiedet hat.</p>
<p>Interessant in diesem Zusammenhang: Metz hat bereits vor einiger Zeit unter dem Oberbegriff &#8220;Manufaktur&#8221; ein Individualisierungskonzept gestartet, dass im Fachhandel begeistert aufgenommen wurde und überaus erfolgreich vermarktet wird &#8211; natürlich am Metz-Stand zu sehen. Metz ist, um ein Bild aus der Mode zu wählen, im positiven Sinne eher Maßkonfektion, und die wird häufiger gekauft als Haute Couture &#8211; letztere entsteht in der Loewe-Manufaktur.</p>
<p>Also ein guter Zug aus Kronach, wenngleich es mir bei dem Gedanken graut, welch hässliche Fernseher zukünftig auf individuellen Kundenwunsch gefertigt werden. Egal, manchmal heiligt der Zweck die Mittel.</p>
<p>6) Look East &#8211; China. Man hört und liest es allenthalben: Die Chinesen kommen. Wer sich einen Eindruck davon verschaffen möchte, wer das Potential hat, in einigen Jahren selbstbewusst komplette Messehallen zu bestücken, der sollte die Messestände von Haier und Hisense besuchen. Die Geschwindigkeit, mit der Haier im Bereich der weißen Ware und Hisense in der Unterhaltungselektronik aufholen, ist beeindruckend. Hier geht es nicht mehr um das Geschäftsmodell &#8220;günstige Werkbank&#8221;. Es geht um den strategischen Aufbau starker Marken mit leistungsstarken Produkten. Weg und Trend sind klar erkennbar, und ich bin mir sicher: Hier wird noch viel passieren. Wer bei chinesischen Produkten noch immer an billiges Plastikspielzeug und mindere Qualität denkt, der sollte einfach einmal genauer das Top-Waschmaschinenmodell von Haier ansehen oder genauer unter die Lupe nehmen, was Hisense unter Smart TV versteht&#8230;</p>
<p>7) Emotionen verkaufen. Auch wenn es eingefleischten CE-Händlern schwerfallen mag: Ein Glück, dass die IFA-Macher vor einigen Jahren die Welt der weißen Ware gewinnen konnten. Wie schon in den Vorjahren zeigen die Hersteller von Elektrogeräten ihren CE-Brüdern, wie man Erlebniswelten aufbaut und über Emotionen verkauft. Perfekt bringt es Bosch auf den Punkt: Über einer Live-Koch-Erlebnisstation steht in großen Lettern &#8220;Unterhaltungselektronik für Ihre Geschmacksnerven&#8221;.</p>
<p>Selbstverständlich ist Energiesparen richtigerweise wieder ein großes Thema &#8211; ist es nicht toll, dass ein Gefrierschrank mittlerweile weniger Energie verbraucht als eine Energiesparlampe? Und zu allem Überfluss sehen viele Produkte und <a href="http://redesign.ehmers-blog.de.w0123a6b.kasserver.com/wp-content/uploads/2012/09/IFA_BZ.jpg" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-922 alignright" title="IFA_BZ" src="http://redesign.ehmers-blog.de.w0123a6b.kasserver.com/wp-content/uploads/2012/09/IFA_BZ-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Designstudien auch noch richtig stylisch aus &#8211; wie titelte doch die Berliner Zeitung am Freitag so schön: &#8220;Möbelstück für die Schmutzwäsche&#8221;.</p>
<p>Hierzu passen dann auch immer wieder Innovationen, die dem Kunden im Detail signalisieren: Wir haben uns Gedanken gemacht, wie wir Dir relevanten Nutzen stiften. Ein Beispiel: Siemens zeigt ein Induktionskochfeld, auf dem man Töpfe beliebiger Größe und Formate auf eine beliebige Stelle des Kochfeldes stellen kann. Der besondere Clou: das Kochfeld &#8220;merkt sich&#8221; den Topf und behält die Heizstufe bei, auch wenn man den Topf auf dem Feld verschiebt.</p>
<p><a href="http://redesign.ehmers-blog.de.w0123a6b.kasserver.com/wp-content/uploads/2012/09/IFA_Stand.jpg" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft  wp-image-921" title="IFA_Stand" src="http://redesign.ehmers-blog.de.w0123a6b.kasserver.com/wp-content/uploads/2012/09/IFA_Stand-300x225.jpg" alt="" width="359" height="269" /></a>8) Ehrensache: der ElectronicPartner Messestand in Halle 6.2. Er gehört  nicht  nur im Sinne der Ehrensache zu meinen Top 10, sondern aus gutem Gewissen nach zahllosen positiven Rückmeldungen von Fachhandelsunternehmern, Industriepartnern, Medienvertretern und Endkunden.</p>
<p>9) Let&#8217;s Party. Jeden Abend mindestens drei große Partys und zahllose kleinere. Zusätzlich noch das einzigartige Berliner Nachtleben. Wer hier abends Langeweile verspürt, dem ist nicht zu helfen.</p>
<p>10) Noch viel mehr. Ich habe längst noch nicht alle Partner besucht und alles gesehen. Wie man den Top 10 entnimmt, war ich bisher schwerpunktmäßig im Bereich weiße Ware unterwegs. Es gibt noch viel mehr zu sehen. Da hilft Ihnen nur eines: Selber ansehen.</p>
<p>Also, machen Sie sich auf den Weg nach Berlin, die IFA lohnt sich.</p>
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		<title>OLED-Displays für Fernseher &#8211; Mehrwert oder Marketingblase?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dr. Jörg Ehmer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Aug 2012 14:22:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Brancheninsides]]></category>
		<category><![CDATA[Elektro-Handel]]></category>
		<category><![CDATA[oled]]></category>
		<category><![CDATA[OLED-Displays]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Spatzen pfeifen es von den Dächern, zumindest die beiden koreanischen TV-Hersteller werden die anstehende IFA nutzen, um für die Technologie OLED zu trommeln. Doch was steckt dahinter, was ist OLED? Bringt OLED dem Kunden einen Mehrwert oder ist es nur eine Marketing-Story, die in wenigen Monaten durch die nächste...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Spatzen pfeifen es von den Dächern, zumindest die beiden koreanischen TV-Hersteller werden die anstehende IFA nutzen, um für die Technologie OLED zu trommeln. Doch was steckt dahinter, was ist OLED? Bringt OLED dem Kunden einen Mehrwert oder ist es nur eine Marketing-Story, die in wenigen Monaten durch die nächste Sau abgelöst werden wird, die dann lautstark durch das CE-Dorf getrieben wird?</p>
<p>OLED steht für &#8220;organic light emitting diode&#8221;, also für eine organische Leuchtdiode, die im Bereich Displays eine extrem dünne Bauweise ermöglicht &#8211; im Konzeptstadium sogar gebogene/ biegsame Displays. Diese Technologie kommt, da selbstleuchtend, ohne Hintergrundlicht aus. Somit entfällt eine Kosten und Produktionsaufwand verursachende Komponente (Backlighteinheit) und es wird Energie gespart. Aus Nutzersicht noch wichtiger: so wird ein deutlich besserer Kontrast möglich. Schwarz ist hier schwarz und nicht ein vom Rest- und Streulicht aufgehelltes Dunkelgrau.</p>
<p>Auch die Reaktionsgeschwindigkeit ist viel kürzer als bei LCD-Displays – schnelle Bewegungen werden so perfekt wiedergegeben. Selbst transparente Displays sind technisch möglich, was in den kommenden Jahren zu einer unglaublichen Vielzahl von Anwendungs- und Gestaltungsmöglichkeiten führen wird. Dazu wird auch beitragen, dass sich OLED-Displays partiell bereits per Inkjet drucken lassen – selbst wenn die Entwicklung insoweit noch am Anfang steht, auch dies wird im Reifestadium nicht nur Kostenvorteile ermöglichen.</p>
<p>All dies unterscheidet OLED deutlich vom letztjährigen IFA-TV-Thema &#8220;3D&#8221;. Wie von nahezu allen Insidern vorhergesagt, ist 3D keine neue Entwicklungsstufe für Fernseher, sondern ein Feature, das eher den Stellenwert eines Hygienefaktors einnimmt. Mit anderen Worten: Kaum jemand kauft wegen 3D einen neuen Fernseher, doch wenn es denn schon einen neuen Fernseher gibt, dann bitte mit 3D.</p>
<p>OLED hingegen hebt TV auf eine neue Entwicklungsstufe und ermöglicht echten (relevanten) Kundennutzen, vor allem in Design (immer wichtiger) und Funktion (Bildqualität). Auch die Technologieschlacht um OLED zeigt, wie viel Potential die Hersteller in dieser Technologie sehen.</p>
<p>Samsung und LG liefern sich seit Monaten einen Ankündigungswettbewerb, wobei sie technologisch unterschiedliche OLED-Konzepte verfolgen. Samsung wird OLEDs in rot, grün und blau verwenden (also in den Primärfarben, mit/aus denen bekanntlich die anderen Farben gemischt werden). LG hingegen wird ergänzend mit weißen LED arbeiten und die konstante Farbwirkung durch eine Art Filter zusätzlich verbessern. In der Theorie hat die Samsung-Variante den Vorteil einer zumindest am Anfang höheren Bildqualität, da die Filter &#8220;Licht schlucken&#8221;. Wohingegen die LG-Variante in der Theorie den Vorteil der höheren Farbstabilität und Lebensdauer hat. Letzteres ist übrigens generell ein potentieller Nachteil der OLED-Displays gegenüber der LCD/LED Technologie. Gerade Probleme mit der Lebensdauer sowie deren Farbstabilität haben die Entwicklung serienfähiger OLED-TV jenseits der 20 Zoll immer wieder verzögert. Es bleibt also spannend, welche Technologie sich auf Dauer durchsetzen wird und wie es generell um die Lebensdauer bestellt ist.</p>
<p>Dass die Hersteller der neuen Technologie echte Wachstumsimpulse zutrauen zeigt auch die Rangelei, die im Hintergrund abläuft. So etwas macht man nicht bei einem bloßen Marketing-Hype, sondern nur, wenn man sich handfeste Vorteile in einem relevanten Markt verspricht. Es klingt schon nach einem abenteuerlichen Wirtschaftskrimi, wenn Samsung LG beschuldigt, mit unlauteren Mitteln Geschäftsgeheimnisse <span style="text-decoration: underline;"><a href="http://winfuture.de/news,70913.html" target="_blank">auszuspähen</a></span>. Beide wollen sich von den Japanischen Wettbewerbern differenzieren und die rasch wachsenden chinesischen Hersteller, die mittlerweile selber LCD/LED-Panels produzieren, auf Distanz halten. Japanische Unternehmen versuchen ihrerseits mit Kooperationen technologisch Paroli zu bieten &#8211; Sony und Panasonic kooperieren bei <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Sony-und-Panasonic-kooperieren-bei-OLED-1624994.html" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">OLED</span></a><a href="http://http://www.heise.de/newsticker/meldung/Sony-und-Panasonic-kooperieren-bei-OLED-1624994.html" target="_blank">.</a></p>
<p>Selbstverständlich werden die OLED-Fernseher auch 3D haben (wie gesagt, Hygienefaktor). Wichtiger ist aber noch, dass auch im Bereich Vernetzung und Bedienung das technisch Machbare integriert sein wird. Damit wird in Design, Bildqualität, Bedienung (Gestensteuerung) und Multimedia-Nutzung ein neuer Maßstab gesetzt werden. Den Handel kann all dies nur freuen. Neue, erklärungsbedürftige und innovative Produkte flutschen nicht von selber von der Palette über den Kassentresen oder in den virtuellen Warenkorb. Hier ist Beratung und Qualifikation gefragt. Derart begeisternde Produkte müssen gezeigt, zelebriert und erlebt werden. Sinnvoller Weise werden sie auch nicht nur bis hinter die erste abschließbare Türe geliefert, sondern professionell angeschlossen und in das Heimnetzwerk integriert. Und da flache Fernseher (die 55er OLEDs werden deutlich weniger als einen Zentimeter &#8220;dick&#8221; sein!) in aller Regel einen lausigen Ton haben, bleibt noch genug Spielraum für ein Soundsystem &#8211; vorzugsweise natürlich in eine Multiroom-Lösung eingebunden. Wer nur den &#8220;nackten Fernseher&#8221; verkauft, berät seine Kunden nicht sachgerecht und verschenkt obendrein Geld.</p>
<p>Also, alle Leistungsfähigen dürfen sich über die neuen Möglichkeiten freuen und sollten unbedingt der Versuchung widerstehen, diese technologischen Meisterwerke zu verramschen.</p>
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		<title>Auf einem fremden Stern – Impressionen von der gamescom</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dr. Jörg Ehmer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Aug 2012 06:58:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Messen & Events]]></category>
		<category><![CDATA[Consumer Electronics]]></category>
		<category><![CDATA[Elektro-Handel]]></category>
		<category><![CDATA[gamescom]]></category>
		<category><![CDATA[Unterhaltungselektronik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Gegensatz zu meinem ersten gamescom-Besuch habe ich dieses Mal nicht den naiven Fehler begangen, mich mit Anzug und Krawatte als Außerirdischer zu präsentieren. Damals hatte ich einen vereinzelten weiteren Krawattenträger erst am Nachmittag im Fachbesucherbereich entdeckt (ich hatte mich meiner längst entledigt). Nun denn, bei sommerlichen 30 plus x...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: Calibri;"><span style="color: #000000; font-size: medium;"><span style="font-family: Calibri;"><span style="color: #000000; font-size: medium;"><a href="http://redesign.ehmers-blog.de.w0123a6b.kasserver.com/wp-content/uploads/2012/08/20120817_121320.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-878 alignleft" style="border: 0px currentColor;" title="20120817_121320" src="http://redesign.ehmers-blog.de.w0123a6b.kasserver.com/wp-content/uploads/2012/08/20120817_121320-300x225.jpg" alt="" width="305" height="226" /></a></span></span>Im Gegensatz zu meinem ersten gamescom-Besuch habe ich dieses Mal nicht den naiven Fehler begangen, mich mit Anzug und Krawatte als Außerirdischer zu präsentieren. Damals hatte ich einen vereinzelten weiteren Krawattenträger erst am Nachmittag im Fachbesucherbereich entdeckt (ich hatte mich meiner längst entledigt). Nun denn, bei sommerlichen 30 plus x Grad Außentemperatur fühlte ich mich mit einem leichten Polo-Shirt ohnehin komfortabler – selbst das war übrigens eher overdressed: die Masse der Besucher trug  schrille T-Shirts und „Indenkniekehlenhängeundunterhosenrausguck-hosen“. Noch skuriler: manche kommen gleich im Kostüm ihrer Idol-Spielfigur. Es ist also ein buntes Durcheinander – und natürlich sehen die Menschen am Stand „Landwirtschaftssimulator 2013“ (das gibt es wirklich!) anders aus, als die Fußballbegeisterten bei Fifa 2013 oder diejenigen, die sich für “World of Warcraft“ begeistern.<br />
</span></span><span style="color: #000000; font-family: Calibri; font-size: medium;"><br />
<a href="http://redesign.ehmers-blog.de.w0123a6b.kasserver.com/wp-content/uploads/2012/08/20120817_121152.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft" style="border: 0px currentColor;" title="20120817_121152" src="http://redesign.ehmers-blog.de.w0123a6b.kasserver.com/wp-content/uploads/2012/08/20120817_121152-300x225.jpg" alt="" width="296" height="212" /></a>Auch unabhängig von der Optik vieler Besucher: Als Nicht-Gamer fühlte ich mich etwas wie auf einem anderen Stern – mein dreizehnjähriger Sohn, der mit mir dort war, naturgemäß natürlich weniger als ich. Doch zunächst einige Kennzahlen: Der Messe Köln ist es gelungen, trotz einer alles andere als leichten Situation der Branche, über 600 Aussteller zu mobilisieren – Glückwunsch, eine tolle Leistung und Ausstellerrekord. Die gamescom ist mit Ausstellern aus 40 Ländern und Fachbesuchern aus mehr als doppelt so vielen Ländern auch deutlich internationaler geworden und unterstreicht damit ihren Anspruch als internationale Leitmesse.<br />
</span><span style="color: #000000; font-family: Calibri; font-size: medium;"><br />
In der Heimatstadt des kommenden Bundesliga-Aufsteigers wurden mehr als 300 neue Spiele und Versionen vorgestellt. Unter anderem kehrte „Lara Croft“ mit neuen Abenteuern zurück, „Sim City“ ging in die vierte Auflage. Selbstverständlich fehlte es auch nicht an Folgeversionen von Spielen a la „World of Warcraft“ oder „Call of duty“. Dementsprechend ballten sich in den meisten Hallen Gamer-Trauben um die zahlreichen Stände mit den begehrten Neuheiten. Es wurde ausprobiert, gegrübelt und gelacht, geballert und geprügelt, die Welt zerstört und gerettet bis die Tastatur glühte und die Konsole nassgeschwitzt war.</span></p>
<p><span style="font-family: Calibri;"><span style="font-size: medium;"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Calibri;"><span style="color: #000000; font-size: medium;"><a href="http://redesign.ehmers-blog.de.w0123a6b.kasserver.com/wp-content/uploads/2012/08/20120817_125527.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft  wp-image-873" style="border: 0px currentColor;" title="20120817_125527" src="http://redesign.ehmers-blog.de.w0123a6b.kasserver.com/wp-content/uploads/2012/08/20120817_125527-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://www.ehmers-blog.de/wp-content/uploads/2012/08/20120817_125527-300x225.jpg 300w, https://www.ehmers-blog.de/wp-content/uploads/2012/08/20120817_125527-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></span></span>Aber es wurde nicht nur gespielt. Ich hatte das Gefühl, auf einer großen Party zu sein: Laute Musik, massenweise Promotions, in die Menge geworfene T-Shirts, Gedränge in den Gängen… Alle kennen den </span><a href="http://der-bro-code.de/" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">Bro Code</span></a><span style="color: #000000;">, sprechen eine Geheimsprache und haben einen Energydrink in der Hand. Mir völlig unbekannte Menschen geben begeisterten Fans Autogramme. Ein Spezialist für Keyboards und Headsets hatte eine riesige Halfpipe aufgebaut, auf der Top-BMXler eine gigantische Show boten, nebenan in einer weiteren Halfpipe Weltklasse-Skatboarder. Lebensgefühl und Marke schlagen Produktfeatures &#8211; aber warum sollte das auch nur bei Handtaschen und Sportschuhen so sein?</span></span></span></p>
<p><span style="color: #000000; font-family: Calibri; font-size: medium;">Für mich war es einmal mehr faszinierend, mit welcher Hingabe vorwiegend – aber bei Weitem nicht nur – junge Menschen sich Computerspielen hingeben und völlig in einer Scheinwelt versinken. Für denjenigen, der es mag, offensichtlich eine gute Form der Ablenkung von anderen Fragen und Sorgen – ob man angesichts der offenkundigen Anspannung und Reizüberflutung beim Spielen auch von „Entspannen“ sprechen kann, bezweifele ich allerdings.</span></p>
<p><span style="color: #000000; font-family: Calibri; font-size: medium;">Egal, Hunderte warteten geduldig in langen Schlangen darauf, für 15 Minuten die Neuerungen selber ausprobieren zu dürfen. Stilecht</span><span style="font-family: Calibri;"><span style="font-size: medium;"><span style="color: #000000;"><span style="color: #000000; font-family: Calibri; font-size: medium;"><span style="font-family: Calibri;"><span style="color: #000000; font-size: medium;"><a href="http://redesign.ehmers-blog.de.w0123a6b.kasserver.com/wp-content/uploads/2012/08/20120817_123616.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright  wp-image-871" style="border: 0px currentColor;" title="20120817_123616" src="http://redesign.ehmers-blog.de.w0123a6b.kasserver.com/wp-content/uploads/2012/08/20120817_123616-300x225.jpg" alt="" width="282" height="210" /></a></span></span></span></span></span></span><span style="color: #000000; font-family: Calibri; font-size: medium;">wurde die Schlange bisweilen nicht von schnöden Ordnern geordnet, sondern von Kostümierten in Kampfkleidung mit Sturmgewehr-Attrappe. Dazu passt dann auch das T-Shirt eines Messebesuchers, das ich sah „Ich mag Killerspiele“. Dann zuckt es schon in mir, wenn ich auf der einen Seite dies, zahllose Gewaltspiele, riesige Nachbauten von Militärhubschraubern sowie Besucher in Kampfuniform sehe und gleichzeitig die Bundeswehr an einem Stand mit einem echten gepanzerten Fahrzeug für Nachwuchs wirbt – hier verschwimmen Grenzen, die nach meinem Geschmack besser nicht verschwimmen sollten.</span></p>
<p><span style="font-family: Calibri;"><span style="font-size: medium;"><span style="color: #000000;">Auch wenn das Gamer-Universum nicht meine Welt ist, die Szene findet offensichtlich ihre perfekte Heimat auf der gamescom und diese ist somit für diese Zielgruppe eine gute und stimmige Messe (anders als bei der <span style="text-decoration: underline;"><a href="http://redesign.ehmers-blog.de.w0123a6b.kasserver.com/2012/cebit/" target="_blank">CeBIT</a></span>, auf der ich dies als Fremdkörper empfand</span><span style="color: #000000;">. Hierzu passte dann zum Glück auch das Jugendschutz-Konzept der gamescom, das mit farbigen Armbändchen der Besucher dafür sorgte, dass nur diejenigen, denen qua Lebensalter die erforderliche Reife zugeschrieben wird, auch die entsprechenden Inhalte zu Gesicht bekamen. Sogar der Drogenhilfe Köln wurde Raum gegeben, für ihre gute Arbeit gegen <span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.websucht.info" target="_blank">Websucht</a>.</span><br />
</span></span></span><span style="color: #000000; font-family: Calibri; font-size: medium;"><br />
Auch für die Fachbesucher war die Messe aufschlussreich. Neben dem Messe-Klassiker „Kontaktpflege“ erhielt man einen ausgezeichneten Überblick, was das kommende Jahresendgeschäft beleben wird. So störte es auch nicht zu sehr, dass unter anderem Microsoft und Nintendo diesmal nicht ausstellten. In dem Konsolen-Bereich gibt es aktuell ohnehin (leider) keine besonderen Innovationen. Der Markt wird eher durch die Software getrieben. Und da gab es genug zu sehen, das Bedeutung hat. Übrigens ist die Hardware auch jenseits der innovationsarmen Konsolen zumindest für den großflächigen Handel und Spezialisten durchaus interessant. Beispielsweise Spezialmäuse und Tastaturen, jeweils deutlich jenseits der 100 Euro Endkundenpreis, sind Produkte, für die es offensichtlich durchaus einen Markt gibt.<br />
</span><span style="color: #000000; font-family: Calibri; font-size: medium;"><br />
Interessant war auch der Bereich mobile Spiele und Apps, der unheimlich boomt. Wer gesehen hat, wie technisch anspruchsvoll die „großen“ Spiele sind, der versteht auch, dass es sich bei mobilen Spielen um eine völlig andere Kategorie handelt. „Echte Gamer“ werden Handyspiele wahrscheinlich nie ernst nehmen. Mobile Konsolen sind schon leistungsfähiger, aber auch sie können selbstverständlich nicht mit einem echten Gamer-PC inklusive Hochleistungs-Grafik-Chip mithalten. Mobile Gaming ist für „echte Gamer“ eher ein harmloser Zeitvertreib in Bus und Bahn. Aus Sicht der Industrie sicher auch ein Einstieg ins Gaming, der Lust auf Mehr macht. Mit verschiedener Hard- und Software werden allenfalls teilidentische Zielgruppen adressiert. Den Handel kann es nur freuen: Ein breites Angebot für verschiedene Zielgruppen und zahlreiche neue Spiele, das spricht für ein gutes Geschäft in den kommenden Monaten.<br />
</span><span style="color: #000000; font-family: Calibri; font-size: medium;"><br />
Also, alles in allem ein interessanter, bisweilen auch irritierender Ausflug in eine andere Welt – wer noch nie auf einer gamescom war, der sollte sich das ruhig einmal ansehen (aber bitte nicht im Anzug, s.o.).<br />
</span><span style="color: #000000; font-family: Calibri; font-size: medium;"><br />
P.S. Danke an die gamescom-Ausrichter: Ich habe mir auf ihrem Merchandise-Stand (an so etwas kann ich ohnehin nie vorbeigehen, ohne etwas zu kaufen) für meinen nächsten gamescom-Besuch das für mich passende T-Shirt gekauft (das Space-Invaders-Motiv, damit mich auch sofort jeder als auf diesem Gamer-Planet Außerirdischen erkennt).</span></p>
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		<title>Von Seniorenhandys und Frauenzonen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dr. Jörg Ehmer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 May 2012 08:01:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Brancheninsides]]></category>
		<category><![CDATA[Benutzerfreundlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Elektro-Handel]]></category>
		<category><![CDATA[Mobilfunk]]></category>
		<category><![CDATA[Seniorenhandys]]></category>
		<category><![CDATA[Usability]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Scheinbar gute Produkt- und Vermarktungsideen scheitern oft daran, dass sie die Interessen und vor allem die Befindlichkeiten derjenigen außer Acht lassen, die die Kaufentscheidung treffen. Ein Beispiel: Seit es Handys gibt, stören sich Menschen an schlecht ablesbaren Displays, zu kleinen Schriftgrößen und unverständlichen Menus. Älteren Menschen sind die Tasten häufig...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Scheinbar gute Produkt- und Vermarktungsideen scheitern oft daran, dass sie die Interessen und vor allem die Befindlichkeiten derjenigen außer Acht lassen, die die Kaufentscheidung treffen. Ein Beispiel: Seit es Handys gibt, stören sich Menschen an schlecht ablesbaren Displays, zu kleinen Schriftgrößen und unverständlichen Menus. Älteren Menschen sind die Tasten häufig zu klein, und die Bedienung ist zu kompliziert. Ansätze, auf diese Bedürfnisse abgestimmte Telefone zu vermarkten, gab es zahllose – aber sie floppten und verschwanden in aller Regel schnell vom Markt. Warum? Weil kein Senior ein Seniorentelefon kaufen möchte.</p>
<p>Nur die wenigsten Menschen stehen selbstbewusst dazu, dass mit fortschreitendem Alter einiges anders wird. Hilfsmittel, die dies kompensieren, werden oft nur dann akzeptiert, wenn sie als solche nicht erkennbar sind. Menschen mit einer Hörschwäche tragen in den seltensten Fällen Hörgeräte in einer poppigen Farbe. Häufig tragen sie keins und nehmen lieber Einbußen an Lebensqualität hin, als den scheinbaren Makel zu offenbaren. Menschen mit Gehbehinderung gefährden lieber ihre Gesundheit durch unsicheren Gang, als dass sie einen Stock oder gar Rollator nutzen. Letzteren sieht man übrigens fast ausschließlich in AOK-grau oder haben Sie schon einmal eine Carbon-Variante oder eine im stylischen mattschwarz gesehen?</p>
<p>Die Marketingbereiche der Industrie sind somit gut beraten, wenn sie einerseits Produkte schaffen, welche die tatsächlich vorhandenen Probleme und Problemchen lösen, diese aber andererseits nicht als Produkt für eine gehandicapte Zielgruppe gestalten und zu vermarkten versuchen. Weshalb funktioniert das Thema &#8220;Seniorenhandys&#8221; bei Emporia? Gehen Sie mal auf die Webseite und suchen Sie das Wort Seniorenhandy &#8211; ich habe es nicht gefunden. Die Überschrift lautet &#8220;wir machen Kommunikation einfach&#8221;. Und weiter: &#8220;Emporia hat sich darauf spezialisiert, Mobiltelefone für Menschen herzustellen, die keinen Wert auf multimediale Anwendungen und komplexe Menuführung legen&#8221;. Der Kunde entscheidet, was er möchte. Es heißt eben nicht &#8220;Sie sind zu doof und zu alt, um ein modernes Handy zu bedienen? Da haben wir die Lösung für Sie: ein Seniorentelefon in der Farbe AOK-grau, mit dem Sie klar zeigen können, dass Sie von gestern sind&#8230;&#8221; Und genau darin liegt der Grund für den Erfolg bei einem Produkt, an dem sich andere Jahre lang erfolglos abgemüht haben.</p>
<p>Diese Produkte und diese Art der Vermarktung erfordern im Handel Unternehmer und Verkäufer, die diese richtig verstehen und umsetzen. Dies ist einer der Faktoren, der guten stationären Handel auszeichnet. Dazu gehört in größeren Läden übrigens auch ein gut gemischtes Verkäufer-Team. So bunt wie unsere Gesellschaft ist, so bunt ist auch das Käuferverhalten. Manch einem sind Alter und Geschlecht des Verkäufers egal. Andere Kunden hingegen haben eine klare Vorstellung, und wer dieser Erwartung nicht Rechnung trägt, der macht kein Geschäft. Manche ältere Menschen kaufen eben lieber bei einem Verkäufer, der nicht ihr Enkel sein könnte. Ein nennenswerter Teil der Kunden ist in der klassischen Rollenverteilung gefangen und kauft Fernseher eher von Männern und Bügeleisen oder Staubsauger eher von Frauen. Das mag man beklagen, aber es ist Realität im deutschen Einzelhandel. Es sind eben neben Produktauswahl und Fachkompetenz oft eher die &#8220;weichen Faktoren&#8221;, derentwegen ein Kunde die Atmosphäre als einladend empfindet, sich im Laden wohl fühlt und dort gerne einkauft.</p>
<p>Wer sich plump anbiedert und glaubt, er könne durch Einrichtung einer Frauenecke in seinem Laden die Anzahl der Käuferinnen erhöhen, der zeigt, dass ihm jegliches Fingerspitzengefühl fehlt. Über ihn ergießt sich nicht nur der beißende Spott der Öffentlichkeit, er wird auch in der Sache erfolglos bleiben. Technisch selbstbewusste Frauen werden das als Frechheit, wenn nicht sogar Beleidigung,empfinden und den Laden meiden. Auch technisch unsichere Frauen werden in aller Regel den Laden trotzdem nicht begeistert aufsuchen, sie wollen ja ihre vermeintliche Schwäche nicht offenbaren. Und so ist es dann, wie so oft im Leben: gut gemeint ist das Gegenteil von gut.</p>
<p>Also, liebe Industrie und liebe Händler, versucht Eure Kunden zu verstehen, so schafft und verkauft ihr ihnen den Mehrwert, den sie gerne haben möchten &#8211; und davon profitieren dann alle.</p>
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		<title>Jeder hat sein Päckchen zu tragen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dr. Jörg Ehmer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Apr 2012 07:55:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Quergedacht]]></category>
		<category><![CDATA[CE-Einzelhandel]]></category>
		<category><![CDATA[Consumer Electronics]]></category>
		<category><![CDATA[Elektro-Handel]]></category>
		<category><![CDATA[Handel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Consumer-Electronic-Handel ist kein leichtes Geschäft. Was plagt uns nicht alles: Preiskampf, sinkende Margen, extrem kurze Innovationszyklen und natürlich auch der Konflikt der verschiedenen Vermarktungskonzepte. Hinzu kommt der Druck der großflächigen Fachmärkte und noch größeren „Angeblich-nicht-blöd-Läden“ auf den kleineren Fachhandel. Wohingegen die größeren Läden wohl eher durch den Internet-Wettbewerb gefordert werden....</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Helvetica;">Consumer-Electronic-Handel ist kein leichtes Geschäft. Was plagt uns nicht alles: Preiskampf, sinkende Margen, extrem kurze Innovationszyklen und natürlich auch der Konflikt der verschiedenen Vermarktungskonzepte. Hinzu kommt der Druck der großflächigen Fachmärkte und noch größeren „Angeblich-nicht-blöd-Läden“ auf den kleineren Fachhandel. Wohingegen die größeren Läden wohl eher durch den Internet-Wettbewerb gefordert werden. Diese Herausforderungen des Marktes sind real; aber auch nichts Neues oder gar Einzigartiges, das etwa den Consumer-Electronic-Handel besonders auszeichnen würde.</span></span></p>
<p><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Helvetica;">Die Älteren unter uns haben die massiven strukturellen Veränderungen im Lebensmitteleinzelhandel live miterlebt: Gegen die Ketten und großflächigen Angebote konnte nur der Kaufmann überleben, der sich einer starken Gemeinschaft angeschlossen hat. Die Entwicklung im Consumer-Electronic-Handel ist eine ähnliche, und sie wird an Dynamik weiter zunehmen.</span></span></p>
<p><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Helvetica;">Andere Handelsformen hingegen haben noch ganz andere Herausforderungen zu bewältigen. Nehmen wir das Beispiel Apotheken. Fachleute befürchten, dass in naher Zukunft zahlreiche Apotheken schließen müssen. Und das nicht etwa, weil sie Misswirtschaft betrieben hätten, sondern weil in einem teilregulierten Markt für sie nicht beeinflussbare Entscheidungen getroffen werden. So wird bestimmten Standorten die Existenzmöglichkeit entzogen. Abgabepreise werden ebenso wie Margen diktiert. Und es geht sogar noch weiter: Die Apotheker müssen ihren Kunden erklären, dass sie weder das vom Arzt verschriebene &#8211; und seit Jahren nebenwirkungsfrei genommene – Medikament, noch die verschriebene Menge herausgeben dürfen, weil die Vorgabe der Krankenkasse sie dazu zwingt, ein Alternativpräparat in anderer Menge abzugeben. </span></span></p>
<p><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Helvetica;">Man stelle sich das einmal für den Consumer-Electronic-Handel vor: Analog zur Krankenversicherung gäbe es eine Kommunikationsinfrastrukturversicherung. Ein Fachkundiger berät &#8211; mit Vollmacht und gegen Bezahlung durch die Versicherung &#8211; den Kunden und sucht das für ihn passende Fernsehgerät aus. Sagen wir einfach mal einen 37-Zoll-TV des Herstellers &#8220;<a href="https://www.metz-ce.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">M</a>&#8220;, da der Kunde aufgrund seines rudimentären Technikverständnisses und einer Fehlsichtigkeit in besonderem Maße auf eine einfache Bedienung, große Tasten und gleichzeitig darauf angewiesen ist, dass der klingelnde Türgong im Fernseher angezeigt wird. Mit diesem &#8220;Rezept&#8221; geht der Kunde zur Ausgabestelle, die aufgrund ihrer Fachkompetenz die Empfehlung teilt, ihr aber nicht folgen darf. Denn die Kommunikationsinfrastrukturversicherung hat einen günstigen Posten 40-Zoll-Fernseher in der Gehäusefarbe rosa vom aufstrebenden Hersteller „Futschikato-Murks“ gekauft. Und den gilt es jetzt unter die Leute zu bringen. Egal, ob der Kunde das Gerät bedienen kann oder ob es in die klassische Schrankwand passt. Na, dieses Kundengespräch möchte ich nicht führen!</span></span></p>
<p><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Helvetica;">Es ist eine alte, doch unverändert zutreffende Weisheit, dass erfolgreicher Handel einen steten Wandel erfordert. Das gilt für alle Handelsbereiche. Freuen wir uns darüber, dass wir nicht in ein enges Korsett reguliert werden. Das gibt uns die Chance, den Markt nach sinnvollen Maßstäben selbst zu gestalten. Das bedeutet aber auch in unserem System der nicht unbeschränkten, sondern sozialen Marktwirtschaft, dass jeder Marktbeteiligte die Verantwortung trägt, an einer sinnvollen und sozial verträglichen Marktgestaltung mitzuwirken.</span></span></p>
<p><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Helvetica;">Handel und insbesondere auch kleinflächiger stationärer Fachhandel ist ein Stück Lebensqualität. Er übernimmt die wichtige Funktion der Nahversorgung. Er ist Anlauf- und Kontaktstelle und leistet eine wichtige Beratungs- und Begleitungsfunktion. Er ist der Garant für eine angemessene Vermarktung hochwertiger und innovativer Produkte. </span></span></p>
<p><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Helvetica;">Wer diese Möglichkeiten ausnutzen möchte, kann die Verantwortung aber nicht nur den Händlern und ihren Verbundgruppen übertragen. Wie gesagt, alle Marktteilnehmer tragen gemeinsam die Verantwortung, jeder in seinem Teil- und Einflussbereich. Es bedarf vor allem geeigneter Ware und Leistungen, die eine auskömmliche Marge gewähren. Hier ist die Industrie gefordert, eine sinnvolle Vertriebs- und Produktpolitik zu betreiben. Denn auch oder gerade die Industrie hat ein hohes Interesse daran, dass wertige und innovative Produkte angemessen vermarktet werden. Und das geht eben nicht, indem man hochwertige und innovative Produkte zu Dumpingpreisen zwischen Blattsalat und Toilettenpapier verramscht. </span></span></p>
<p><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Helvetica;">Eins ist sicher: Die so erworbenen Marktanteile in der GfK-Statistik sind teurer erkauft, als es auf den ersten Blick erscheint. Wer so handelt, der schadet seiner Marke und verspielt seine Chance, als ernsthafter Partner wahrgenommen zu werden. Ein Verhalten, das nicht gerade für unternehmerischen Weitblick spricht. Und gerade für Händler gilt: Wir sind nicht nachtragend, aber wir vergessen nichts. </span></span><span style="font-family: Helvetica; font-size: small;">Also, jeder hat sein Päckchen zu tragen, nicht nur die Händler.</span></p>
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