<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Brancheninsides Archives - Ehmers-Blog</title>
	<atom:link href="https://www.ehmers-blog.de/category/brancheninsides/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.ehmers-blog.de/category/brancheninsides/</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Sun, 14 Dec 2025 13:34:31 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.1</generator>

<image>
	<url>https://www.ehmers-blog.de/wp-content/uploads/2023/01/Ehmer-Fav-50x50.png</url>
	<title>Brancheninsides Archives - Ehmers-Blog</title>
	<link>https://www.ehmers-blog.de/category/brancheninsides/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Stationärer Handel und seine Zukunft in Deutschland</title>
		<link>https://www.ehmers-blog.de/2025/stationaerer-handel-und-seine-zukunft-in-deutschland/</link>
					<comments>https://www.ehmers-blog.de/2025/stationaerer-handel-und-seine-zukunft-in-deutschland/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Jörg Ehmer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Dec 2025 13:34:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Brancheninsides]]></category>
		<category><![CDATA[AI]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Einzelhandel]]></category>
		<category><![CDATA[KI]]></category>
		<category><![CDATA[Konzentration]]></category>
		<category><![CDATA[Retail]]></category>
		<category><![CDATA[stationärer Handel]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.ehmers-blog.de/?p=3276</guid>

					<description><![CDATA[<p>Über die Zukunft des Handels in Deutschland wird seit vielen Jahren intensiv diskutiert: (Wie) kann stationärer Handel auch in Zukunft noch unsere Innenstädte beleben &#8211; und wie verschmelzen analoge und digitale Welt? Auch in diesem Jahr hält die Diskussion an. Die Marktentwicklung im Handel ist sehr angespannt, im Non-Food-Bereich stärker,...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.ehmers-blog.de/2025/stationaerer-handel-und-seine-zukunft-in-deutschland/">Stationärer Handel und seine Zukunft in Deutschland</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.ehmers-blog.de">Ehmers-Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Über die Zukunft des Handels in Deutschland wird seit vielen Jahren intensiv diskutiert: (Wie) kann stationärer Handel auch in Zukunft noch unsere Innenstädte beleben &#8211; und wie verschmelzen analoge und digitale Welt? Auch in diesem Jahr hält die Diskussion an. Die Marktentwicklung im Handel ist sehr angespannt, im Non-Food-Bereich stärker, als im Lebensmitteleinzelhandel. Zur aktuellen Situation, zum voranschreitenden Umbruch aber auch zu den zukünftig zu erwartenden Entwicklungen gab es auch in 2025 einige spannende Studien.</p>



<p>Fest steht: Die Trennlinien zwischen stationär und digital verschwimmen und verschwinden &#8211; so, wie es schon lange zu beobachten und auch für die Zukunft zu erwarten ist. Übergreifend ist ein Voranschreiten der Konzentration festzustellen:</p>



<h2 class="wp-block-heading">Konzentration und herausforderndes Umfeld</h2>



<p>Die <a href="Studie: E-Commerce-Markt Deutschland 2025 - EHI Retail Institute" target="_blank" rel="noreferrer noopener">E-Commerce-Marktstudie des </a><a href="https://www.ehi.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">EHI Retail Institut (EHI)</a> zeigt, dass die Dominanz von Amazon im B2C Onlinehandel ungebrochen ist – als Marktplatz und als digitaler Einzelhändler. Im Umsatz erreicht Amazon als Händler in 2024 den dreifachen Umsatz von Otto.de, der Nummer zwei in Deutschland. Als Marktplatz erreicht Amazon das Sechsfache von ebay.de und otto.de auf den Plätzen zwei und drei.</p>



<p>Auch wenn die Abgrenzung in Omnikanalzeiten nicht leicht ist und die Daten nur begrenzt öffentlich und trennscharf verfügbar sind, EHI weist auch für den stationären Handel eine starke Konzentration aus: Die zehn größten Handelsgruppen sind alle Lebensmittelhändler und Drogeriemarktbetreiber. Diese 10 Händler generierten in 2024 rund zwei Drittel des Umsatzes der Top 1.000 umsatzstärksten Vertriebslinien in Deutschland. Die Bedeutung dürfte in 2025 eher zugenommen haben, weil in den Non-Food-Bereichen schlechte Konsumstimmung und Kaufzurückhaltung auf die Umsätze drücken.</p>



<p>Auf Warengruppenebene folgt auf Platz zwei nach dem Lebensmitteleinzelhandel der Bereich &#8220;DIY und Einrichten&#8221; mit gut 12 Prozent Anteil am Handels-Gesamtumsatz. Danach werden die Anteile einstellig. Genauere Informationen bietet die <a href="http://Kombi-Paket: E-Commerce-Markt Deutschland 2025 und Stationärer Einzelhandel Deutschland 2025 - EHI Retail Institute" target="_blank" rel="noreferrer noopener">EHI Studie stationärer Einzelhandel Deutschland 2025</a>. Für den DIY-Bereich zeichnet der Branchen-Handelsverband <a href="https://www.bhb.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">BHB</a> ein herausforderndes Bild:</p>



<p>Wie bereits im Vorjahr, so war auch in 2024 ein <a href="https://www.bhb.org/verband/zahlen-fakten/diy-branchenzahlen" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Umsatzrückgang zu verzeichnen</a>. Und auch die 2025er Zahlen scheinen <a href="https://www.baumarktmanager.de/bhb-die-stimmung-bleibt-gedaempft-20112025" target="_blank" rel="noreferrer noopener">per Quartal 3 rückläufig</a> zu sein. Diese kritische Umsatzentwicklung bei gleichzeitig deutlich steigenden Kosten, führt zu einem erheblichen Ergebnisdruck – nicht nur im DIY-Bereich.</p>



<p>Auch in anderen Handelsbereichen ist die Entwicklung herausfordernd. Inflationsbereinigt weist der HDE in seiner <a href="http://Zahlenspiegel_2025_22Okt.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Prognose für 2025 </a>einen Umsatzwert aus, der unverändert unter dem von 2020 liegt &#8211; mit nur minimalem realen Wachstum gegenüber 2024. Und zu alledem kommt erschwerend hinzu, dass wir Deutschen EU-weit anteilig am wenigsten im Einzelhandel ausgeben, nämlich nach einer <a href="http://Deutsche geben EU-weit anteilig am wenigsten im Einzelhandel aus - NIQ" target="_blank" rel="noreferrer noopener">aktuellen Studie</a> von <a href="http://NIQ - Das weltweit führende Consumer Intelligence Unternehmen" target="_blank" rel="noreferrer noopener">NIQ</a> lediglich 25,1 Prozent gegenüber 32,6 Prozent EU-weit. So wundert es auch nicht, wenn Händler branchenübergreifend in der aktuellen <a href="http://Zahlenspiegel_2025_22Okt.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">HDE Konjunkturumfrage</a> als Top drei Themen nennen „Kaufzurückhaltung“, „Belastungen Mittelstand“ und „<a href="https://www.ehmers-blog.de/2025/15-euro-mindestlohn-eine-fehlgeleitete-diskussion/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Mindestlohn</a>“.</p>



<p>All dies geht einher mit dem seit <a href="http://Zahlenspiegel_2025_22Okt.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">über 20 Jahren kontinuierlich absinkenden Anteil des nicht filialisierten Fachhandels </a>am Gesamthandel. Die unverminderte Kaufzurückhaltung und die auch im Privatbereich steigende Kosten machen Discounter zu den Siegern, auch 2025 wird der Anteil gegenüber 2024 wahrscheinlich im sechsten Jahr nacheinander steigen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Stationärer Handel: Innovationen und Investitionsbedarf</h2>



<p>Die angespannte wirtschaftliche Situation beißt sich damit, dass <a href="https://www.pwc.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">PWC</a> Anfang des Jahres 2025 <a href="http://Ausblick Handel und Konsumgüter 2025" target="_blank" rel="noreferrer noopener">„Investitionen in neue Technologien und die Modernisierung des Filialnetzes“ als eines der 4 Top-Themen des Handels für 2025 definiert hat</a>. So richtig dies grundsätzlich ist, vielen Handelsunternehmen fällt es schwer, in dieser Gesamtgemengelage Ressourcen für diese grundsätzlich überlebenswichtigen Investitionen bereitzustellen. Und in der Tat <a href="http://Zahlenspiegel_2025_22Okt.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">steigt seit 2020 jedes Jahr kontinuierlich der Anteil der Handelsunternehmen, die weniger investieren, als im Vorjahr</a>.</p>



<p>In Summe kann man davon ausgehen, dass diese Entwicklung zumindest im Massenmarkt und außerhalb von Nischen zu einer weiteren Konzentration im Handel führen wird, weil kleinere Anbieter die Investitionen alleine kaum schultern können und zudem auch nicht über das erforderliche Know How verfügen. Diese Einschätzung wird bestätigt durch eine <a href="http://KI-Studie – Handelsverband Deutschland (HDE)" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Untersuchung des HDE zum Einsatz von KI </a>in kleinen und großen Unternehmen. Grob zusammenfassend kann man sagen, dass der KI-Reifegrad hiernach mit der Unternehmensgröße in allen Dimensionen zunimmt.</p>



<p>Geht man eine Ebene tiefer und analysiert, womit sich die IT Verantwortlichen der großen Handelsunternehmen beschäftigen, dann werden nach einer <a href="Studie: Technologie-Trends im Handel 2025 (PDF) - EHI Retail Institute" target="_blank" rel="noreferrer noopener">aktuellen EHI-Umfrage </a>vor allem „Forecasting und Replenishment“, „Mitarbeitersupport“ und „Texterstellung“ genannt. Das zeigt zweierlei: Einerseits nutzen große Unternehmen KI zur Effizienzsteigerung und damit zur Kostensenkung und Profitabilitätssteigerung. Gerade in Handelsbereichen mit geringer Marge wird das zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Entlastung der Mitarbeitenden von Aufgaben, die durch KI erledigt werden können, bedeutet aber auch, dass mehr Zeit für den Kontakt mit der Kundschaft verbleibt, was eine positive Auswirkung auf Kundenzufriedenheit und Absatz haben dürfte.</p>



<p>Und schließlich zeigt es auch, dass auch in großen Handelsunternehmen die Chancen von KI auf der Produkt- und Absatzseite noch unterschätzt werden. Vielleicht weil diejenigen, die dies außerhalb von Finance und IT antreiben müssten, (noch) nicht über die erforderliche Kompetenz und Phantasie verfügen?</p>



<p>Es ist davon auszugehen, dass die Entwicklung sich eher beschleunigen, als verlangsamen wird. Wer als Händler schon daran scheitert, ein nahtloses Erlebnis über alle Kanäle zu bieten und Prozesse und Angebote – unter anderem durch Einsatz von KI – effizienter und besser zu machen, der wird auch nicht managen können, wie KI das Konsumentenverhalten verändert:</p>



<h2 class="wp-block-heading">Digitale Agenten als neue Gatekeeper im Handel</h2>



<p><a href="http://Retail, Wholesale &amp; Distribution | Deloitte Deutschland" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Deloitte</a> beschreibt das richtigerweise in einer sehr lesenswerten aktuellen Veröffentlichung unter der selbstsprechenden Überschrift „<a href="http://Digitale Agenten als neue Gatekeeper im Handel | Deloitte Deutschland">Digitale Agenten als neue Gatekeeper im Handel</a>“. Es ist nicht lange her, dass Amazon Google als übergreifende Einkaufs- und Produktsuchmaschine abzulösen begonnen hat, jetzt folgt der nächste Schritt:</p>



<p>Wer sein digitales Angebot nicht so gestaltet, dass digitale Agenten es finden, verstehen und bevorzugen, wird seine Kundschaft zunehmend an der digitalen Schnittstelle verlieren. Das ist, salopp gesagt, ein Thema für Profis. Es kostet Know How und Geld und kann damit im Rahmen eines Omnikanalansatzes nur von großen Filialisten oder von wirklich starken Verbundgruppen geleistet werden.</p>



<p>In die gleiche Richtung weist eine aktuelle Studie von NIQ unter dem Titel „<a href="http://NIQ-Studie: Digitale Einkaufshelfer gewinnen an Bedeutung - NIQ" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Digitale Einkaufshelfer gewinnen an Bedeutung</a>“. Die Studie zeigt auf, wie vorteilhaft es für Händler sein kann, in der Vorstufe zum KI Agenten Kundschaft über eine eigene App zu binden und von der „freien Online-Suche“, abzuhalten. Für den Erfolg der App ist laut der Studie, wenig überraschend, der Grad der Nutzerfreundlichkeit der App mit ausschlaggebend.</p>



<p>Es dürfte außer Frage stehen, dass gute Apps die Kundenloyalität und Umsätze fördern. Dafür ist zunehmend mehr erforderlich, als nur schnelle Ladezeiten. Couponing ist in vielen Bereichen ein Frequenztreiber, geht aber gleichzeitig mit komplexen Pricinganforderungen einher, die man nicht „aus dem Bauch heraus“ lösen kann. Hier wird viel Marge verschenkt, oder, um es positiv zu formulieren, viele Händler haben hier hohes Optimierungspotential, das professioneller Bearbeitung bedarf.</p>



<p>Auch das stärkt große, professionelle Organisationen und erhöht den Druck auf kleine Unternehmen. Und schließlich können starke Treiber wie Gamification nur attraktiv in die digitale und stationäre Kommunikation eingebaut werden, wenn das dahinterstehende Angebot interessant genug ist. Das setzt eine gewisse Größe und Nutzerzahl voraus.</p>



<p>Nutzerzahl und Nutzungsfrequenz sind auch wichtig für die Frage, ob andere Werbeformen durch App-Werbung und durch mit der App ausgespielte digitale Flyer abgelöst werden können. Je häufiger die App genutzt wird, um so größer die Erfolgsaussichten. Aber das gilt auch umgekehrt. Und auch die erfolgreiche Nutzung der generierten Daten durch Aufbau eines professionellen CRM bedarf inhaltlich eine hohe gestaltende Kompetenz und technisch nennenswerten Aufwand &#8211; beides erfordert eine gewisse Organisationsgröße. <a href="https://www.simon-kucher.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Simon Kucher</a> formuliert die Bedeutung eine professionellen Datengewinnung und -nutzung treffend: <a href="https://www.simon-kucher.com/en/insights/retail-revenue-management?utm_source=google&amp;utm_medium=cpc&amp;utm_campaign=69_Global_Consumer_Retail_Revenue_Management_Lead_Gen_Search_Ads_2025_Central&amp;utm_content=181904615693&amp;utm_term=customer%20management&amp;gad_source=1&amp;gad_campaignid=22753060440&amp;gbraid=0AAAAABgaENNMSA5CzDuV3UMkFkP4EqS7p&amp;gclid=Cj0KCQiAuvTJBhCwARIsAL6DemiQosIRtyZm_kfJecmMLR4lQAw77etgwEOaHiHraZ-7SqPz1fVSOFEaAljaEALw_wcB" target="_blank" rel="noreferrer noopener">&#8220;Retail moves fast. The winners use data to drive revenue and take decisions&#8221;</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Spezifische Strategie erforderlich</h2>



<p>Bei aller berechtigten Begeisterung für digitale Kommunikations- und Werbemöglichkeiten im Allgemeinen und für Apps im Besonderen, es gibt nicht das eine Konzept, das für alle Handelsunternehmen und Branchen gilt. Speziell für Apps gilt, dass Erfolgsvoraussetzung ein Angebot ist, das Kunden regelmäßig nutzen – also mit einer hohe Einkaufsfrequenz. Wenn die Kundschaft das Produktangebot des Händlers nur einmal im Jahr benötigt, wird sie sich kaum eine App herunterladen und regelmäßig nutzen. Auch das macht den Erfolg von Plattform-Apps aus, allen voran wie dargestellt von Amazon.</p>



<p>Der gleiche Mechanismus gilt auch für Loyalitätsprogramm: Wer häufige mit seiner Kundschaft interagiert, hat eine Chance, alleine ein Loyalitäts- und Bonusprogramm aufzustellen (ob das sinnvoll und vorteilhaft ist, ist im Einzelfall eine andere Frage). Für alle anderen Handelsunternehmen wird das kaum effizient möglich sein – das erklärt auch die starke Position von Payback. „Alles auf Digital“ und „alles selbst machen“ ist also nicht der richtige Weg. Es bedarf eines differenzierten Ansatzes, branchen- und unternehmensspezifisch.</p>



<p>Vor diesem Hintergrund ist es auch nicht unproblematisch, wenn der <a href="Studie: Marketingmonitor Handel 2025–2028 (PDF) - EHI Retail Institute">Marketingmonitor Handel des EHI </a>seit zwei Jahren eine deutliche Verschiebung von Print zu digital aufzeigt – es darf bezweifelt werden, ob das jeweils vollständig mit einer professionellen Werbewirksamkeitsmessung begleitet wird, oder letztlich eher aus einer starken Meinung und erfolgt und stark auch dem Kostendruck folgt. Auch insoweit bedarf es im Einzelfall einer sauberen Analyse und einer differenzierten Lösung. Hierbei sollte man allerdings nicht dem Irrtum unterliegen, dass all dies nur für die Zielgruppe der Digital Natives gilt. Richtigerweise wird es außerhalb von Nischen immer weniger Bereiche geben, in denen man ohne ein professionelles digitales Leistungsangebot eine Chance hat.</p>



<p>Eine Studie von <a href="http://Management- und Technologieberatung | BearingPoint Deutschland">BearingPoint</a> zum aktuell laufenden Weihnachtsgeschäft zeigt, dass in den allermeisten Handelsbereichen eine Vernetzung des stationären Angebots mit digitalen Angeboten und Leistungen essentiell ist. BearingPoint hat festgestellt, dass <a href="http://Holiday Newsletter: Weihnachten 2025 – Impulskäufe und Konsumrausch im Rückgang | BearingPoint Deutschland">98% der Kundschaft mehrere Kanäle nutzt und zunehmen bewusst wählt</a>. Das trifft wohl nicht auf alle Handelsbereiche zu, aber auf viele schon &#8211; und mit Sicherheit ist es richtungsweisend. Wie <a href="http://Onlineshopping 2023: Immer mehr Menschen kaufen online - Statistisches Bundesamt">Eurostat</a> ausweist, haben in 2024 über 80% aller 16- bis 74-jährigen Deutschen online gekauft. Rein analoger stationärer Handel wird immer mehr an den Rand gedrängt und Omnichannel wird zunehmend mehr ein Hygienefaktor, als ein positiver Differenziator.</p>



<p>Positiv denkend befindet sich der Handel in einer extrem spannenden Phase die große Chancen bietet – auch für Angebotsformate mit stationärer Komponente. Bereits vor <a href="https://www.ehmers-blog.de/2015/handel-stationaer-und-digital/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">zehn Jahren habe ich auf hier meinem Blog darauf hingewiesen</a>, dass gerade die digitalen Innovationen immer mehr dazu führen werden, dass nur große und leistungsstarke Unternehmen in der Lage sein werden, diese Möglichkeiten zu ihrem Wettbewerbsvorteil zu nutzen. Die Entwicklung bestätigt dies: Außerhalb von innovativen Handelsketten und wirklich starken Verbundgruppen ist das kaum möglich. Und das wird zu einer weiteren Konsolidierung führen:</p>



<p>Der Druck ist in den letzten zehn Jahren gestiegen, die Konsolidierung ist vorangeschritten. Und genau das ist auch für die nächsten Jahre zu erwarten, vermutlich sogar mit steigender Geschwindigkeit.</p>



<p></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.ehmers-blog.de/2025/stationaerer-handel-und-seine-zukunft-in-deutschland/">Stationärer Handel und seine Zukunft in Deutschland</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.ehmers-blog.de">Ehmers-Blog</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.ehmers-blog.de/2025/stationaerer-handel-und-seine-zukunft-in-deutschland/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Tag der Deutschen Einheit – Plädoyer für ein neues Verständnis</title>
		<link>https://www.ehmers-blog.de/2024/tag-der-deutschen-einheit-plaedoyer-fuer-ein-neues-verstaendnis/</link>
					<comments>https://www.ehmers-blog.de/2024/tag-der-deutschen-einheit-plaedoyer-fuer-ein-neues-verstaendnis/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Jörg Ehmer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 12 Oct 2024 10:32:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Brancheninsides]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.ehmers-blog.de/?p=3094</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Tag der Deutschen Einheit ist der einzige auf Bundesebene festgelegte Feiertag. Eingeführt mit dem Einheitsvertrag am 3. Oktober 1990 unterstreicht dies die historische Bedeutung der Wiedervereinigung. Ein Tag zum Gedenken an die Teilung und zum Feiern der neuen staatlichen Einheit. Aber gleichzeitig auch der Auftrag, die Einheit in der...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.ehmers-blog.de/2024/tag-der-deutschen-einheit-plaedoyer-fuer-ein-neues-verstaendnis/">Tag der Deutschen Einheit – Plädoyer für ein neues Verständnis</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.ehmers-blog.de">Ehmers-Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Der Tag der Deutschen Einheit ist der einzige auf Bundesebene festgelegte Feiertag. Eingeführt mit dem Einheitsvertrag am 3. Oktober 1990 unterstreicht dies die historische Bedeutung der Wiedervereinigung. Ein Tag zum Gedenken an die Teilung und zum Feiern der neuen staatlichen Einheit. Aber gleichzeitig auch der Auftrag, die Einheit in der gesellschaftlichen Realität herbeizuführen.&nbsp;</p>



<p>Über dreißig Jahre später ist der Wunsch einer Einheit von Ost und West unvollendet. Das unterschiedliche Wahlverhalten ist nur eines der sichtbaren Zeichen dafür. Die Demarkationslinie besteht viel zu oft fort, die Gründe und Verantwortlichkeiten sind vielschichtig.</p>



<p>Es wurden viele Fehler gemacht &#8211; und werden bis heute gemacht. Fehler der Gesellschaft in ihrer Breite. Die Bedeutung des Ziels, die Einheit für die Menschen in Ost und West voranzutreiben, hat eher zugenommen.</p>



<p>Und gleichzeitig gilt es, den gesellschaftlichen Wandel, der seit 1990 gerade auch in Deutschland erfolgt ist, zu berücksichtigen. Die bloße Nabelschau „Ost/West“ und das sich Suhlen in Versäumnissen und Fehlern greifen zu kurz. In Zeiten von Populismus und Spaltung hat der Begriff „Einheit“ eine tiefgreifendere und umfassendere Bedeutung. Und damit wandeln sich auch Zweck und Auftrag des Tags der Deutschen Einheit.</p>



<p>Unsere Gesellschaft ist vielfältiger geworden. Viele bewerten das positiv, gleichzeitig nimmt die Polarisierung zu. Der Diskurs wird immer häufiger bewusst abgrenzend, ausgrenzend, diskriminierend und emotional statt sachlich geführt &#8211; am augenscheinlichsten in der Diskussion über Menschen, die aus dem Ausland zu uns gekommen sind.</p>



<p>Zu den Fakten: 20 Millionen Menschen, also ein Viertel aller hier lebenden Menschen, haben eine „Einwanderungsgeschichte“. Fast 14 Millionen Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit leben hier, seit 1990 hat sich die Zahl mehr als verdoppelt.</p>



<p>Zur Relation: Inklusive der dort lebenden Zuwanderer leben in Sachsen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern gut 12 Millionen Menschen. Ebenso wie die Einheit von West und Ost ist also die Einheit der hier lebenden Menschen aus dem In- und Ausland zentral für die Einheit unserer Gesellschaft.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Vielfalt als Normalzustand</h2>



<p>Die Vielfalt in Deutschland ist keine vorübergehende Erscheinung, sie ist der Normalzustand. Wir sollten also die manipulative und irreführende Diskussion um eine deutsche Leitkultur beenden. Und erst recht sollten wir in einem qua Verfassung säkulären Staat aufhören, zu sinnieren, ob der Islam zu Deutschland gehört: Über fünf Millionen Menschen, die dieser Religion angehören, leben hier.</p>



<p>All diese Menschen prägen unsere gesellschaftliche Realität. Und natürlich gehört zu einer ehrlichen Auseinandersetzung mit dem Thema auch, dass gravierende Fehler in der Zuwanderungspolitik gemacht wurden und werden – mit zum Teil verheerenden Auswirkungen. Veränderungs- und Handlungsbedarf sind klar, an der Umsetzung sind die Entscheidungsträger zu messen.&nbsp;</p>



<p>Aber all das rechtfertigt nicht die Diskriminierung und Verunglimpfung von Millionen Zugewanderten, die unseren Staat und unser Gemeinwesen im Guten mitprägen. Wer dumpf „Ausländer raus“ skandiert, über Remigration schwadroniert oder Menschen aufgrund ihrer geographischen Herkunft entwürdigt und verurteilt, der stellt sich abseits der gesellschaftlichen Mitte, indem er versucht, einen Keil zwischen die Menschen zu treiben.</p>



<p>Bereits aus ethischen Gründen dürfen wir keinen Unterschied machen: Egal welches Geschlecht, ob mit oder ohne Migrationshintergrund, ob mit oder ohne Handicap – all das spielt keine Rolle. Dies entspricht der Wertevorstellung unseres Grundgesetzes – allem voran der zentralen Menschenwürdegarantie in Art. 1 und dem Gleichheitsgrundsatz und Diskriminierungsverbot des Artikel 3. Dieser Wertekanon ist aus bitterer Erfahrung gereift und aus gutem Grund mit Ewigkeitsgarantie in unserer Verfassung verankert. Das muss für eine zivilisierte Gesellschaft außer Frage stehen.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Vielfalt ist unverzichtbar</h2>



<p>Darüber hinaus gibt es auch sachliche Gründe, warum wir auf Vielfalt und Zuwanderung nicht verzichten können: Es gibt kaum Unternehmen, die nicht über Arbeitskräftemangel klagen. Dies belastet unsere Wirtschaft und deren Leistungsfähigkeit – und damit unser aller Wohlstand und Zukunft &#8211; spürbar. Es gibt Unternehmen, in denen drei Viertel der Arbeitskräfte keinen deutschen Pass haben. Und ohne die in Deutschland nichts mehr laufen würde. Das gilt für viele Pflegeheime und Krankenhäuser ebenso wie für weite Bereiche der Gastronomie, aber auch für viele Produktions- und Servicebetriebe. Und wer unsere teils marode Infrastruktur, egal ob Straßen, Schienen, Bahnhöfe oder Brücken, nur mit Arbeitskräften instand setzen möchte, die einen deutschen Pass haben, der wird nichts bewirken.&nbsp;</p>



<p>Im Jahr 2023 wurde der Beschäftigungszuwachs in Deutschland nur durch Zuwanderung getragen. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig-beschäftigten Deutschen ist gleichzeitig zurückgegangen. Ein Ergebnis der demographischen Entwicklung und Zeichen dafür, dass wir alle von Zuwanderung abhängig sind. Gleichzeitig gilt es, diese Menschen nicht zu entpersonalisieren und sie nur als „Arbeitskräfte“ zu sehen. Das Konzept der „Gastarbeiter“, die als Arbeitskräfte, aber nicht als Menschen willkommen sind, ist bereits vor Jahrzehnten gescheitert.&nbsp;</p>



<p>Umso wichtiger ist es, alle Menschen, die hier leben, zum Wohle aller in unsere Deutsche Einheit einzubinden.&nbsp; Gelingt dies nicht, wird unsere Gesellschaft weiter auseinanderdriften und unser Wohlstand rapide schwinden. Zu dieser Einheit gehört das aktive Unterbinden von Hetze, aber auch das Schaffen eines Klimas der Zusammengehörigkeit. Der neu verstandene Tag der Deutschen Einheit sollte der Startschuss für eine neue Geisteshaltung sein: miteinander statt gegeneinander, Inklusion statt Ausgrenzung.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Tag der Einheit</h2>



<p>Als Gedenktag dient der 3. Oktober auch dazu, zu mahnen, dass sich nicht wiederholen darf, was zur Teilung geführt hat. Wir haben in den vergangenen Jahren zu wenig getan, um den Dialog zu fördern und respektvolles Streiten auf Augenhöhe nicht zu verlernen. Über alle Generationen ist die Medienkompetenz schwach ausgeprägt und das Verständnis für die <a href="https://www.ehmers-blog.de/2024/raus-aus-der-blase/">toxische Wirkung von Meinungsblasen in sozialen Medien</a> unterbelichtet. Zu oft sind scheinbar einfache „Lösungen“, die meist nicht mehr als hohle Phrasen sind, unwidersprochen geblieben. Wir haben Grenzüberschreitungen und manipulierenden Narrative toleriert. Damit muss Schluss sein.</p>



<p>Eine wehrhafte Gesellschaft darf die Kommunikationshoheit nicht Populisten überlassen. Sie muss selbstbewusst gegenhalten. Dies ist nicht die alleinige Aufgabe der Politik. Es ist die Aufgabe von allen, insbesondere auch von denen, die auch sonst in der Gesellschaft und für die Gesellschaft Verantwortung tragen.&nbsp;</p>



<p>Es gibt in der Geschichte kein Beispiel dafür, dass populistische Agitation, Spaltung, Zwietracht und gegeneinander Aufhetzen zu etwas Gutem geführt hätte. Es hat immer zum Schlechten geführt. Bis hin zu Krieg, Völkermord und unermesslichem Leid.&nbsp;</p>



<p>Die lange Phase des Friedens und Wohlstands in Deutschland und wesentlichen Teilen Europas beruht auch auf der einenden Kraft der Europäischen Union. Die Einheit Europas als Garant für Frieden in Europa, die Einheit in Deutschland als tragende Säule Europas und als Garant für friedliches Zusammenleben in Deutschland. Dies ist die Einheit, die wir mit dem Tag der Deutschen Einheit gemeinsam anstreben sollten.</p>



<p>______________________</p>



<p></p>



<div class="wp-block-media-text has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile"><div class="wp-block-media-text__content">
<p>Dankbar habe ich das Angebot der Nürnberger Nachrichten angenommen, diesen Artikel in der Wochenendausgabe nach dem 3. Oktober als Aufmacher des Magazins der Zeitungsgruppe zu veröffentlichen. Hierdurch konnte ich mit diesem mir am Herzen liegenden Thema eine breite Öffentlichkeit erreichen &#8211; ich danke der Redaktion für die Veröffentlichung. <a href="https://www.nn.de/politik/30-jahre-wiedervereinigung-burger-king-chef-lebt-in-schwabach-und-sagt-wie-einheit-heute-geht-1.14436091" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hier klicken, um zur Online-Präsenz der Nürnberger Nachrichten und zum Artikel zu gelangen:</a> <a href="https://www.nn.de/politik/30-jahre-wiedervereinigung-burger-king-chef-lebt-in-schwabach-und-sagt-wie-einheit-heute-geht-1.14436091" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.nn.de/politik/30-jahre-wiedervereinigung-burger-king-chef-lebt-in-schwabach-und-sagt-wie-einheit-heute-geht-1.14436091</a></p>
</div><figure class="wp-block-media-text__media"><a href="https://www.nn.de/politik/30-jahre-wiedervereinigung-burger-king-chef-lebt-in-schwabach-und-sagt-wie-einheit-heute-geht-1.14436091" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="388" height="585" src="https://www.ehmers-blog.de/wp-content/uploads/2024/10/Artikel-Nuernberger-Nachrichten-001.jpg" alt="Zeitungsseite, bei der man im oberen Bereich eine Deutschlandfahne sieht, die diagonal von oben Rechts bis zur Hälfte mit einem Reißverschluss geteilt ist. Links oben steht &quot;West&quot; auf der Fahne, rechts unten &quot;Ost&quot;. Darunter der Zeitungsartikel, von dem man nur die Überschrift lesen kann, der Rest ist nicht scharf genug. Die Überschrift lautet &quot;Deutsche Einheit neu denken&quot;. Das Wort &quot;neu&quot; ist fett gedruckt." class="wp-image-3100 size-full" srcset="https://www.ehmers-blog.de/wp-content/uploads/2024/10/Artikel-Nuernberger-Nachrichten-001.jpg 388w, https://www.ehmers-blog.de/wp-content/uploads/2024/10/Artikel-Nuernberger-Nachrichten-001-199x300.jpg 199w" sizes="(max-width: 388px) 100vw, 388px" /></a></figure></div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.ehmers-blog.de/2024/tag-der-deutschen-einheit-plaedoyer-fuer-ein-neues-verstaendnis/">Tag der Deutschen Einheit – Plädoyer für ein neues Verständnis</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.ehmers-blog.de">Ehmers-Blog</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.ehmers-blog.de/2024/tag-der-deutschen-einheit-plaedoyer-fuer-ein-neues-verstaendnis/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Have it your way</title>
		<link>https://www.ehmers-blog.de/2024/have-it-your-way/</link>
					<comments>https://www.ehmers-blog.de/2024/have-it-your-way/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Jörg Ehmer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Mar 2024 08:50:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Brancheninsides]]></category>
		<category><![CDATA[have it your way]]></category>
		<category><![CDATA[plant-based]]></category>
		<category><![CDATA[veggie]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.ehmers-blog.de/?p=3058</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Rheinländer sagen „Jede Jeck es anders“ &#8211; eine schöne Umschreibung für die Vielfalt der Menschen, aus der sich gleichzeitig Respekt im Umgang mit anderen und ihrer Andersartigkeit ergibt. Auf gut rheinisch: „Levve un levve losse“, leben und leben lassen. Ein liberales Weltbild, das auch abseits des Rheinlands viele Menschen...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.ehmers-blog.de/2024/have-it-your-way/">Have it your way</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.ehmers-blog.de">Ehmers-Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die Rheinländer sagen „Jede Jeck es anders“ &#8211; eine schöne Umschreibung für die Vielfalt der Menschen, aus der sich gleichzeitig Respekt im Umgang mit anderen und ihrer Andersartigkeit ergibt. Auf gut rheinisch: „Levve un levve losse“, leben und leben lassen. Ein liberales Weltbild, das auch abseits des Rheinlands viele Menschen prägt – und da schließe ich mich persönlich sehr gerne ein.</p>



<p>Integraler Bestandteil dieses Weltbilds ist die Freiheit des Individuums. Und was diese Freiheit ausmacht, ist eine persönliche Frage. Es müssen nicht immer die großen Dinge sein. Oft sind es auch scheinbare Kleinigkeiten, die emotionalisieren. Und dazu gehört auch: Menschen haben durchaus das Recht, Dinge zu machen, die andere für falsch oder seltsam halten, solange sie damit anderen nicht schaden. Frei nach Immanuel Kant, der schon vor fast 200 Jahren sinngemäß sagte „Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo die Freiheit des anderen beginnt“.</p>



<p>Für mich ist es Bestandteil meines Wertesystems, dass andere in diesem Sinne und in diesen Grenzen ihren Weg nach ihren Vorstellungen gehen können – frei nach dem Motto „Have it your way“. Und dieses „Have it your way“ war auch ein wichtiges Element meiner Entscheidung für die Übernahme meiner aktuellen beruflichen Aufgabe:</p>



<p>Seit mehr als 50 Jahren ist „Have it your way“ mehr als nur der Slogan der globalen Marke <a href="https://Burgerking.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Burger King</a>. Und dabei geht es nur vordergründig um die Möglichkeit, dass Gäste sich ihren Burger nach ihren Wünschen zusammenstellen können, also beispielsweise ohne Mayonnaise und dafür mit doppelt Tomaten – oder umgekehrt. „Have it your way“ ist inhaltlicher Leuchtturm, kultureller Anker und definiert den Umgang miteinander, in der Einräumung persönlicher Freiheiten und der uneingeschränkten Akzeptanz von Diversität. Im Team Burger King Deutschland arbeiten rund 100 Nationen miteinander, eine enorme Bandbreite an kultureller Vielfalt.</p>



<p>Gerne verpflichte ich mich auch in meiner beruflichen Rolle diesem Leitgedanken des „Have it your way“. Und dazu passt es dann gut, dass wir – innerhalb der Unternehmensgruppe, aber auch innerhalb der Systemgastronomie in Deutschland &#8211; eine Vorreiterrolle in der Vielfalt des Angebotes haben, wenn es um einen wichtigen Bestandteil geht: Burger King bietet in Deutschland nahezu das komplette Sortiment wahlweise auch mit pflanzenbasierten Produkten an. Kundinnen und Kunden können also beispielsweise frei entscheiden, ob sie ihren Whopper klassisch mit Beef oder alternativ mit einem pflanzenbasierten Patty haben möchten.</p>



<p>Das ist schon einige Zeit so. Gleichzeitig haben wir aber festgestellt, dass viele Menschen eine falsche Vorstellung von pflanzenbasierten Produkten haben, und diese als Option nicht in Erwägung ziehen. Das hängt vor allem auch damit zusammen, dass „Fleischersatzprodukten“ noch immer das Image labbriger und fader Tofu-Bratlinge anhängt. Doch das ist lange vorbei: Burger mit Plant-based Pattys schmecken wirklich gut – und darauf kommt es ja vor allem an, wenn man einen Burger essen geht.</p>



<p>Vor diesem Hintergrund haben wir entschieden, es unseren Gästen noch einfacher zu machen und einen Anreiz dafür zu schaffen, pflanzenbasierte Produkte auszuprobieren. Burger King Deutschland hat heute kommuniziert, dass der Verkaufspreis der plant-based Varianten jeweils 10ct unter das Fleisch-Produkt abgesenkt wird, um hiermit das Kennenlernen und vielleicht auch Liebenlernen einer anderen Produktvariante zu erleichtern.</p>



<p>Ich persönlich bin sehr gespannt darauf, wie dieser Vorstoß von den Gästen angenommen werden wird und welche Rückmeldungen wir erhalten werden. Für mich persönlich ist es wichtig, dass wir als eine der führenden Marken in der deutschen Gastronomie unseren Kundinnen und Kunden diese Option nahebringen. Und genau darum geht es, um das „Nahebringen“ &#8211; nicht um Bekehren und nicht um einen erhobenen Zeigefinger. Jeder kann, keiner muss. Wer es zu seinem Weg macht, gelegentlich, oft oder immer die pflanzenbasierte Variante zu essen, ist ebenso willkommen, wie diejenigen, die ausschließlich bei Beef oder Chicken bleiben. Have it your way!</p>



<p>Diese Initiative entspricht meinem Verständnis von unternehmerischer Verantwortung, die ich <a href="https://www.ehmers-blog.de/2013/veggie-day/">staatlichen Zwangseingriffen</a> in persönliche Ernährungsvorlieben der Menschen eindeutig vorziehe. Und damit schließt sich der Kreis, denn das ist genau das, was man im Rheinland meint, wenn man „Levve und Levve losse“ sagt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.ehmers-blog.de/2024/have-it-your-way/">Have it your way</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.ehmers-blog.de">Ehmers-Blog</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.ehmers-blog.de/2024/have-it-your-way/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>In eigener Sache &#8211; CEO Burger King Deutschland</title>
		<link>https://www.ehmers-blog.de/2023/in-eigener-sache-ceo-burger-king-deutschland/</link>
					<comments>https://www.ehmers-blog.de/2023/in-eigener-sache-ceo-burger-king-deutschland/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Jörg Ehmer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Dec 2023 09:41:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Brancheninsides]]></category>
		<category><![CDATA[Burger King]]></category>
		<category><![CDATA[CEO Burger King Deutschland]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.ehmers-blog.de/?p=3018</guid>

					<description><![CDATA[<p>Nach einigen Monaten Zeit für Dinge, für die normalerweise nicht so viel Zeit ist, freue ich mich darauf, jetzt ein neues berufliches Kapitel aufzuschlagen: Heute trete ich meine neue Aufgabe als CEO Burger King Deutschland an. Ich freue mich sehr darauf, gemeinsam mit einem begeisterten Team die Zukunft des Unternehmens...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.ehmers-blog.de/2023/in-eigener-sache-ceo-burger-king-deutschland/">In eigener Sache &#8211; CEO Burger King Deutschland</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.ehmers-blog.de">Ehmers-Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Nach einigen Monaten Zeit für Dinge, für die normalerweise nicht so viel Zeit ist, freue ich mich darauf, jetzt ein neues berufliches Kapitel aufzuschlagen: Heute trete ich meine neue Aufgabe als CEO <a href="https://www.burgerking.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Burger King Deutschland</a> an. Ich freue mich sehr darauf, gemeinsam mit einem begeisterten Team die Zukunft des Unternehmens zu gestalten.</p>



<p>Diese neue Aufgabe macht mir im positiven Sinne „Kribbeln im Bauch“. Neugier auf das, was kommen wird, auf das Neue, das ich lernen werde, auf neue Menschen, einen neuen Markt, neue Herausforderungen und auf die Veränderung. Aber eines bleibt gewiss gleich: Das Einzige, was am Ende zählt, das ist, dass Menschen begeistert werden &#8211;  Mitarbeitende, Partner und diejenigen, die als Kundinnen und Kunden oder als Gäste über den Erfolg des Unternehmens entscheiden.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.ehmers-blog.de/wp-content/uploads/2023/12/IMG_0059.jpeg"><img decoding="async" width="724" height="1024" src="https://www.ehmers-blog.de/wp-content/uploads/2023/12/IMG_0059-724x1024.jpeg" alt="Erste Seite der Pressemitteilung, als PDF weiter unten zum Download " class="wp-image-3028" srcset="https://www.ehmers-blog.de/wp-content/uploads/2023/12/IMG_0059-724x1024.jpeg 724w, https://www.ehmers-blog.de/wp-content/uploads/2023/12/IMG_0059-212x300.jpeg 212w, https://www.ehmers-blog.de/wp-content/uploads/2023/12/IMG_0059-768x1086.jpeg 768w, https://www.ehmers-blog.de/wp-content/uploads/2023/12/IMG_0059-600x849.jpeg 600w, https://www.ehmers-blog.de/wp-content/uploads/2023/12/IMG_0059-1086x1536.jpeg 1086w, https://www.ehmers-blog.de/wp-content/uploads/2023/12/IMG_0059-1448x2048.jpeg 1448w, https://www.ehmers-blog.de/wp-content/uploads/2023/12/IMG_0059-1320x1867.jpeg 1320w, https://www.ehmers-blog.de/wp-content/uploads/2023/12/IMG_0059.jpeg 1653w" sizes="(max-width: 724px) 100vw, 724px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.ehmers-blog.de/wp-content/uploads/2023/12/IMG_0058.jpeg"><img decoding="async" width="724" height="1024" src="https://www.ehmers-blog.de/wp-content/uploads/2023/12/IMG_0058-724x1024.jpeg" alt="Zweite Seite der Pressemitteilung, als PDF weiter unten zum Download " class="wp-image-3029" srcset="https://www.ehmers-blog.de/wp-content/uploads/2023/12/IMG_0058-724x1024.jpeg 724w, https://www.ehmers-blog.de/wp-content/uploads/2023/12/IMG_0058-212x300.jpeg 212w, https://www.ehmers-blog.de/wp-content/uploads/2023/12/IMG_0058-768x1086.jpeg 768w, https://www.ehmers-blog.de/wp-content/uploads/2023/12/IMG_0058-600x849.jpeg 600w, https://www.ehmers-blog.de/wp-content/uploads/2023/12/IMG_0058-1086x1536.jpeg 1086w, https://www.ehmers-blog.de/wp-content/uploads/2023/12/IMG_0058-1448x2048.jpeg 1448w, https://www.ehmers-blog.de/wp-content/uploads/2023/12/IMG_0058-1320x1867.jpeg 1320w, https://www.ehmers-blog.de/wp-content/uploads/2023/12/IMG_0058.jpeg 1653w" sizes="(max-width: 724px) 100vw, 724px" /></a></figure>



<div data-wp-interactive="core/file" class="wp-block-file"><object data-wp-bind--hidden="!state.hasPdfPreview" hidden class="wp-block-file__embed" data="https://www.ehmers-blog.de/wp-content/uploads/2023/12/PM_Burger-King_Joerg-Ehmer-ist-neuer-CEO-von-Burger-King-Deutschland.pdf" type="application/pdf" style="width:100%;height:600px" aria-label="Einbettung von PM_Burger King_Jörg Ehmer ist neuer CEO von Burger King Deutschland."></object><a id="wp-block-file--media-776216d0-9279-4997-9f55-5b5f1aea9a15" href="https://www.ehmers-blog.de/wp-content/uploads/2023/12/PM_Burger-King_Joerg-Ehmer-ist-neuer-CEO-von-Burger-King-Deutschland.pdf">PM_Burger King_Jörg Ehmer ist neuer CEO von Burger King Deutschland</a><a href="https://www.ehmers-blog.de/wp-content/uploads/2023/12/PM_Burger-King_Joerg-Ehmer-ist-neuer-CEO-von-Burger-King-Deutschland.pdf" class="wp-block-file__button wp-element-button" download aria-describedby="wp-block-file--media-776216d0-9279-4997-9f55-5b5f1aea9a15"><strong>Herunterladen</strong></a></div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.ehmers-blog.de/2023/in-eigener-sache-ceo-burger-king-deutschland/">In eigener Sache &#8211; CEO Burger King Deutschland</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.ehmers-blog.de">Ehmers-Blog</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.ehmers-blog.de/2023/in-eigener-sache-ceo-burger-king-deutschland/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>3</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>3G, 2G oder 1G &#8211; Verzockt, und nun?</title>
		<link>https://www.ehmers-blog.de/2021/3g-2g-oder-1g-verzockt-und-nun/</link>
					<comments>https://www.ehmers-blog.de/2021/3g-2g-oder-1g-verzockt-und-nun/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Jörg Ehmer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Nov 2021 13:00:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Brancheninsides]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.ehmers-blog.de/?p=2895</guid>

					<description><![CDATA[<p>Nein, es geht nicht um Mobilfunknetze, sonst ginge es ja auch eher um 5G satt um 1G. Mich beschäftigt die Frage, mit welcher Maßnahme wir in der aktuellen Corona-Situation dem Gemeinwohl am besten dienen. Und wie so oft ist es auf den zweiten Blick weniger leicht und offenkundig als auf...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.ehmers-blog.de/2021/3g-2g-oder-1g-verzockt-und-nun/">3G, 2G oder 1G &#8211; Verzockt, und nun?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.ehmers-blog.de">Ehmers-Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Nein, es geht nicht um Mobilfunknetze, sonst ginge es ja auch eher um 5G satt um 1G. Mich beschäftigt die Frage, mit welcher Maßnahme wir in der aktuellen Corona-Situation dem Gemeinwohl am besten dienen. Und wie so oft ist es auf den zweiten Blick weniger leicht und offenkundig als auf den ersten.</p>



<p>Nun möchte ich mich keineswegs in die 80 Millionen einreihen, die nahtlos vom besseren Bundestrainer zum besseren Virologen mutiert sind. Aber nach dieser langen Zeit, die ich mich nun zwangsweise schon mit dem Thema beschäftige, traue ich mir in einigen Aspekten durchaus einen fundierten Kommentar zu. Vieles ist ja auch überwiegend Statistik und bedarf eher analytischer Grundfertigkeiten als virologischen Spezialwissens.</p>



<p>Wer die Entwicklung der letzten fast zwei Jahre nicht komplett verschlafen hat, dem musste klar sein, dass es so kommen wird, wie es nun in den letzten Wochen gekommen ist: Ein vielfach mutiertes Virus mit gestiegener Ansteckungskraft, gepaart mit deutlich reduzierten Schutzmaßnahmen und einer Impfquote, die wohl unter 70% liegt: Das verspricht nichts Gutes. Und wer dann noch ahnt, wie die Verbreitung steigt, sobald Menschen jahreszeitenbedingt wieder vermehrt enger in Innenräumen aufeinandertreffen, der wusste, dass es kritisch werden wird, wenn keine besonderen Maßnahmen ergriffen werden. Aber das war natürlich vor der Bundestagswahl unpopulär und direkt danach möchte auch niemand die heiße Kartoffel anfassen.</p>



<p>Und so passiert, was passieren musste: Die Zahlen der Infizierten (und auch der Infektiösen) steigen, die Anzahl der Erkrankten auch, die Krankenhäuser füllen sich. Richtig ist, dass Geimpfte sich wegen des Impfschutzes deutlich weniger häufig infizieren (und selbst wenn sie sich infizieren viel seltener ernsthaft erkranken und der Hilfe eines Krankenhauses bedürfen). Seltener heißt jedoch nicht nie. Zusammen mit den Ungeimpften, die in ihrer Relation zum Bevölkerungsanteil den absolut überwiegenden Anteil der Krankenhauspatienten ausmachen, bringen sie erneut das deutsche Gesundheitssystem, eines der besten weltweit, an seine Belastungsgrenze.</p>



<p>Dem Wunsch vieler nach „lass es endlich wieder normal sein“ und „das Ganze muss doch auch irgendwann einmal aufhören“ wurde von politischer Seite entsprochen. Dabei wurden einige Entscheidungen getroffen, die zwar als taktische Erwägung nachvollziehbar erscheinen, bei denen sich aber der Eindruck aufdrängt, dass sie kaum durchdacht waren – oder mit sehr hoher Risikobereitschaft getroffen wurden. Aus meiner Sicht haben sich die Entscheidungsträgerinnen und -träger verzockt und es ist dringend an der Zeit, sich dies einzugestehen, um weiteren Schaden abzuwenden.</p>



<p>Um den Druck auf Ungeimpfte zur Impfung zu erhöhen, wurden für Geimpfte Beschränkungen aufgehoben und die Testpflicht für Ungeimpfte (sozial ungerecht) dadurch verschärft, dass Testcenter geschlossen und Tests wieder kostenpflichtig wurden. Die gewünschte Wirkung, nämlich eine massive Impfzunahme und damit der weitestgehende Schutz der Gesamtbevölkerung, stellte sich jedoch nicht ein. Daher mein nüchternes Urteil: verzockt.</p>



<p>Im Gegenzug entstand ein schwunghafter (und ich wage zu sagen unkontrollierbarer) Zuwachs des Handels mit gefälschten Impfpässen. Gleichzeitig gingen die Testzahlen dramatisch zurück und parallel dazu fielen viele Schranken: Tatsächlich oder vermeintlich geimpfte Personen wurden mit unerkannt Infektiösen wieder „aufeinander losgelassen“.</p>



<p>Man muss kein Genie sein und auch kein Virologe, um zu wissen, dass das nicht gut gehen kann. Sieht man von taktischen Erwägungen ab, so fragt man sich als Laie schon, warum es richtig sein soll, dass Geimpfte von zahlreichen Schutzmaßnahmen für sich und andere befreit werden, wenn eben gerade nicht ausgeschlossen werden kann, dass sie sich anstecken und dann auch für andere ansteckend sein können.</p>



<p>Es ist sogar noch perfider: Diese Gruppe steckt sich zwar deutlich seltener an, aber wenn sie sich ansteckt, dann merkt sie es oft wegen eines mehr oder minder symptomfreien Verlaufs nicht – bewegt sich also munter ohne Schutz für andere durch den öffentlichen Raum und steckt andere an. Die Konsequenz ist unvermeidbar: Immer mehr Menschen infizieren sich und in der Folge landen auch viele auf den Intensivstationen – in Relation häufiger Ungeimpfte, aber durchaus auch Geimpfte.</p>



<p>Der tiefere Sinn einer solchen Regelung erschließt sich bei nüchterner Betrachtung nicht. Umfassende Tests wären gerade auch für Geimpfte und Genesene sinnvoll, zum Schutze aller. Daher ist es auch wenig verwunderlich, dass die Fachleute, also <a href="https://amp.zdf.de/nachrichten/politik/corona-1g-2g-kostenlose-tests-100.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Virologen</a>, zunehmend darauf hinweisen, dass 1G im Sinne von „getestet“ im Vordergrund stehen sollte. Das heißt umfangreiches (kostenloses) Testen für alle, egal ob geimpft oder nicht. Das heißt aber nicht, dass nicht für bestimmte Situationen zusätzlich auch nur dem 2G-Personenkreis Zutritt gewährt werden sollte – aber eben getestet. Zusätzlich könnte man zur Steigerung der Impfmotivation dem Vorbild anderer Länder folgen und bereits nach der Erstimpfung – zusammen mit einem negativen Test – befristet 2G-Erleichterungen gewähren.</p>



<p>Jede durch Test als infektiös erkannte Person, die sich nicht mehr im öffentlichen Raum bewegt und die sich von anderen fernhält, unterbricht die Weiterverbreitung und entlastet damit Krankenhäuser und Gemeinwesen. Ich selbst teste mich trotz Impfung mindestens zweimal pro Woche und ich wüsste nicht, warum das nicht jeder machen sollte.</p>



<p>Einmal mehr gilt jedoch leider, dass der Sommer ungenutzt blieb und nun in einen Herbst der Ratlosigkeit und operativen Hektik mündet. Es wurde versäumt, eine entsprechende Infrastruktur und angemessene Regeln vorzubereiten. Viele Arbeitgeber testen von sich aus ihre Mitarbeiterschaft, auch aus <a href="https://www.ehmers-blog.de/2021/eigenverantwortung-homeoffice/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">sozialer Verantwortung</a>. Das hätte eine hervorragende Ausgangsbasis für breitflächige Regeltests unabhängig vom Impfstatus sein können.</p>



<p>Neben allen gesundheitspolitischen und sozialen sowie ethischen Erwägungen wäre eine solche umfassende Testpflicht auch aus volkswirtschaftlicher Sicht überaus sinnvoll, denn die Übernahme der Testkosten durch den Staat wäre weitaus günstiger als die Folgen des derzeitigen Handelns. Und damit meine ich nicht etwa nur die Folgen für die Volkswirtschaft und die ökonomischen Konsequenzen für Millionen von Menschen, ich meine auch die sozialen Auswirkungen und die Zumutungen gerade für die Ältesten und Jüngsten in unserer Gesellschaft.</p>



<p>Flächendeckende Test für alle hätten noch einen weiteren Vorteil. Auch wenn ich mich damit auf dünnes Eis begebe und ich weiß, dass es hierzu eine starke andere Meinung gibt: Ich bin durchaus der Ansicht, dass jeder frei entscheiden soll, ob er sich impfen lässt, oder nicht. Gerne ergänze ich: Wer sich nicht impfen lässt, muss auch bereit sein, persönlich die Konsequenzen aus dieser Entscheidung zu tragen – und die können gravierend sein.</p>



<p>Was aber aus meiner Sicht nicht diskussionsfähig ist, das ist die Frage, ob jemand bereit sein muss, sich einem Test zu unterziehen. Der Eingriff in die körperliche Unversehrtheit und die Selbstbestimmung ist extrem gering; das mit einem Test verbundene Risiko ist nahezu nicht existent. Somit gibt es keinen Grund, warum jemand einen Test zurückweisen dürfen sollte. Kein Test bedeutet dann eben den kompletten Ausschluss vom öffentlichen Leben, solange die Situation derart angespannt ist.</p>



<p>Also, liebe Entscheidungsträgerinnen und -träger: Der Versuch geschah vermutlich mit bester Absicht. Die Untätigkeit im Sommer mag am Wahlkampf gelegen haben und das Verzocken sei auch nicht weiter krummgenommen, aber es ist höchste Eisenbahn, die Fehlentscheidung zu korrigieren. Wir brauchen sehr schnell vom Impfstatus unabhängige kostenlose Test für alle und damit einhergehend auch eine Testpflicht für alle, die mit anderen in Kontakt treten wollen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.ehmers-blog.de/2021/3g-2g-oder-1g-verzockt-und-nun/">3G, 2G oder 1G &#8211; Verzockt, und nun?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.ehmers-blog.de">Ehmers-Blog</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.ehmers-blog.de/2021/3g-2g-oder-1g-verzockt-und-nun/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>m/w/d – oder d/w/m – oder was?</title>
		<link>https://www.ehmers-blog.de/2021/m-w-d-oder-d-w-m-oder-was/</link>
					<comments>https://www.ehmers-blog.de/2021/m-w-d-oder-d-w-m-oder-was/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Jörg Ehmer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Aug 2021 16:17:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Brancheninsides]]></category>
		<category><![CDATA[d/w/m]]></category>
		<category><![CDATA[Diversität]]></category>
		<category><![CDATA[Diversity]]></category>
		<category><![CDATA[m/w/d]]></category>
		<category><![CDATA[w/d/m]]></category>
		<category><![CDATA[w/m/d]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.ehmers-blog.de/?p=2884</guid>

					<description><![CDATA[<p>Seit 2019 sind Unternehmen in Deutschland verpflichtet, Stellen geschlechterneutral auszuschreiben. Und das nicht „nur“ für Männer und Frauen, sondern für alle Identitäten. Dies erfolgt in Deutschland üblicherweise durch die Kennzeichnung m/w/d für männlich/weiblich/divers. Divers bildet dabei das komplette Spektrum dessen ab, was nicht als männlich oder weiblich bezeichnet wird. So...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.ehmers-blog.de/2021/m-w-d-oder-d-w-m-oder-was/">m/w/d – oder d/w/m – oder was?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.ehmers-blog.de">Ehmers-Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Seit 2019 sind Unternehmen in Deutschland verpflichtet, Stellen geschlechterneutral auszuschreiben. Und das nicht „nur“ für Männer und Frauen, sondern für alle Identitäten. Dies erfolgt in Deutschland üblicherweise durch die Kennzeichnung m/w/d für männlich/weiblich/divers. Divers bildet dabei das komplette Spektrum dessen ab, was nicht als männlich oder weiblich bezeichnet wird. So weit, so gut.</p>



<p>Durch den Kommentar eines Teammitglieds wurde ich darauf aufmerksam, dass die stereotype Verwendung der Reihenfolge m/w/d zumindest von einem Teil der Gruppe, die sich dem Spektrum „d“ zugehörig fühlt, als problematisch empfunden wird. Wenn immer „m“ am Beginn steht und „d“ am Ende, dann wirft das Zweifel an der Ernsthaftigkeit der formal gezeigten Geschlechtsneutralität auf.</p>



<p>Nun ist es für Männer und vielleicht auch für Frauen einfach, zu sagen „die sollen sich mal nicht so anstellen“. So wie es auch vorher für Männer einfach war, genau das pauschal Frauen zu sagen, die sich nicht angesprochen fühlten oder daran zweifelten (und viel zu oft berechtigt noch immer daran zweifeln), dass das mit der Chancengleichheit wirklich ernst gemeint ist. Und selbst wenn man es ehrlich meint, es gilt die alte Funk-Regel „Was gesendet wurde, bestimmen die, die empfangen“. In diesem Sinne entscheiden die „Betroffenen“, was sie als <a href="https://www.ehmers-blog.de/2020/klare-kante-gegen-rassismus-und-diskriminierung/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">diskriminierend</a> empfinden. Und das ändert sich auch nicht, wenn es aufrichtig anders gemeint war – und auch nicht, wenn es diejenigen, die sich missverstanden fühlen, es als ungerecht empfinden mögen.</p>



<p>Wie also damit umgehen? Für uns bei Apollo eine einfache Entscheidung. Wir drehen die Reihenfolge in Stellenanzeigen mehr oder minder zufällig um. So suchen wir aktuell in der Reihenfolge d/w/m eine Leitung Logistik E-Commerce. Diesmal d/w/m, ein anderes Mal w/d/m und manchmal auch m/w/d oder auch m/d/w.</p>



<p>Nun bin ich gespannt, ob jemand es so missversteht, dass wir mit w/d/m meinen, dass wir keinen Mann einstellen möchten. Auch das kann ich natürlich niemandem absprechen – auch wenn es selbstredend nicht so ist. Aber zumindest regt die „gewürfelte“ Reihenfolge dazu an, sich Gedanken über das Thema zu machen – intern wie extern. Und damit ist ein weiterer positiver Zweck bereits erreicht. Denn die Veränderung hin zu mehr Diversität im weitesten Sinne bedarf ständiger Anregungen, Denkanstöße, aber auch konkreter Initiativen. Gerne lade ich Sie alle ein, sollten Sie für Stellenausschreibungen und Einstellungen verantwortlich zeichnen, die Idee zu kopieren und so gemeinsam mit uns ein Signal zu setzen.</p>



<p>Und zum Abschluss: Egal welchem Geschlecht Sie sich zugehörig fühlen, welcher Gruppe Sie angehören oder welches Merkmal Sie ausmacht: Nicht nur als Leitung Logistik sind Sie im bunten Unternehmen Apollo bei entsprechender Qualifikation herzlich willkommen!</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.ehmers-blog.de/wp-content/uploads/2021/08/Stellenanzeige.png"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="698" src="https://www.ehmers-blog.de/wp-content/uploads/2021/08/Stellenanzeige-1024x698.png" alt="Stellenanzeige Apollo für Leitung (d/w/m) Logistik E-Commerce - nicht m/w/d." class="wp-image-2883" srcset="https://www.ehmers-blog.de/wp-content/uploads/2021/08/Stellenanzeige-1024x698.png 1024w, https://www.ehmers-blog.de/wp-content/uploads/2021/08/Stellenanzeige-300x204.png 300w, https://www.ehmers-blog.de/wp-content/uploads/2021/08/Stellenanzeige-768x523.png 768w, https://www.ehmers-blog.de/wp-content/uploads/2021/08/Stellenanzeige-600x409.png 600w, https://www.ehmers-blog.de/wp-content/uploads/2021/08/Stellenanzeige.png 1343w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.ehmers-blog.de/2021/m-w-d-oder-d-w-m-oder-was/">m/w/d – oder d/w/m – oder was?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.ehmers-blog.de">Ehmers-Blog</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.ehmers-blog.de/2021/m-w-d-oder-d-w-m-oder-was/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>9</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Eine Frage des Willens &#8211; Diversität ist kein Zufallsprodukt</title>
		<link>https://www.ehmers-blog.de/2020/eine-frage-des-willens-diversitaet-ist-kein-zufallsprodukt/</link>
					<comments>https://www.ehmers-blog.de/2020/eine-frage-des-willens-diversitaet-ist-kein-zufallsprodukt/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Jörg Ehmer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Jul 2020 19:33:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Brancheninsides]]></category>
		<category><![CDATA[Diversität]]></category>
		<category><![CDATA[Diversity]]></category>
		<category><![CDATA[Gender Diversity]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.ehmers-blog.de/?p=2764</guid>

					<description><![CDATA[<p>Diversität auf Top-Ebene ist ein heißes Eisen. Fasst man es an, kann man sich leicht die Finger verbrennen. Trotzdem wage ich den Versuch. Weil es wichtig ist – mir persönlich, aber nach meiner festen Überzeugung auch für die erfolgreiche Unternehmensführung.&#160; Keiner bestreitet ernsthaft, dass Diversität eine Gruppe nachhaltig erfolgreicher und...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.ehmers-blog.de/2020/eine-frage-des-willens-diversitaet-ist-kein-zufallsprodukt/">Eine Frage des Willens &#8211; Diversität ist kein Zufallsprodukt</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.ehmers-blog.de">Ehmers-Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-medium"><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="212" src="https://www.ehmers-blog.de/wp-content/uploads/2020/07/BC3B1E14-A848-43FA-85D0-D5B3B4ACDFA9-300x212.jpeg" alt="Diversität " class="wp-image-2769" srcset="https://www.ehmers-blog.de/wp-content/uploads/2020/07/BC3B1E14-A848-43FA-85D0-D5B3B4ACDFA9-300x212.jpeg 300w, https://www.ehmers-blog.de/wp-content/uploads/2020/07/BC3B1E14-A848-43FA-85D0-D5B3B4ACDFA9-1024x724.jpeg 1024w, https://www.ehmers-blog.de/wp-content/uploads/2020/07/BC3B1E14-A848-43FA-85D0-D5B3B4ACDFA9-768x543.jpeg 768w, https://www.ehmers-blog.de/wp-content/uploads/2020/07/BC3B1E14-A848-43FA-85D0-D5B3B4ACDFA9-600x424.jpeg 600w, https://www.ehmers-blog.de/wp-content/uploads/2020/07/BC3B1E14-A848-43FA-85D0-D5B3B4ACDFA9-1536x1086.jpeg 1536w, https://www.ehmers-blog.de/wp-content/uploads/2020/07/BC3B1E14-A848-43FA-85D0-D5B3B4ACDFA9.jpeg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></figure></div>



<p>Diversität auf Top-Ebene ist ein heißes Eisen. Fasst man es an, kann man sich leicht die Finger verbrennen. Trotzdem wage ich den Versuch. Weil es wichtig ist – mir persönlich, aber nach meiner festen Überzeugung auch für die erfolgreiche Unternehmensführung.&nbsp;</p>



<p>Keiner bestreitet ernsthaft, dass Diversität eine Gruppe nachhaltig erfolgreicher und das System resilienter macht. Hierzu gibt es unzählige Studien, nicht umsonst überschreibt Mc Kinsey eine viel beachtete Studie mit „<a rel="noreferrer noopener" href="https://www.mckinsey.com/business-functions/organization/our-insights/delivering-through-diversity" target="_blank">Delivering through Diversity</a>“. Und trotzdem ist das Top-Management vieler, insbesondere traditioneller und größerer Unternehmen, allzu oft eine Monokultur in jeglicher Hinsicht – insbesondere in Alter, Herkunft, und Geschlecht, um nur drei Dimensionen zu nennen. Ich muss es nicht beschreiben: Die meisten werden jetzt ein Bild vor Augen haben. Und dieses Bild ist leider zumindest in Deutschland und vielen Ländern Europas noch immer in zu vielen Unternehmen Realität und kein längst überkommenes Klischee.</p>



<p>Das beliebteste Argument gegen Vielfalt ist die Behauptung, dass nur innerhalb dieser Monokultur die Qualität zu finden ist, die man für diese Aufgabe benötigt. Das ist ebenso zutreffend wie zugleich eine fundamentale Fehleinschätzung. Möchte man in der Monokultur bleiben, dann trifft es natürlich zu: Nur wer gleich ist, Hintergrund, Herkunft, Sozialisierung und Erfahrung teilt, gibt auch die Gewissheit, insbesondere in kritischen Situationen und Veränderungsprozessen das Wohlbefinden nicht zu stören. Im Gewohnten findet der Mensch Kontinuität und Halt – aber nicht unbedingt den Impuls für erforderliche Veränderungen. Reibung wird man in derlei Konstellationen vergeblich suchen, Harmonie dagegen zu Hauf finden. Wer es gemütlich mag, der baut auf Monokultur.&nbsp;</p>



<p>Wer dagegen daran glaubt, dass es gut ist, kontrovers zu diskutieren, über den Tellerrand des eigenen Horizonts gezwungen zu werden und offen für Veränderungen zu sein, der versteht, dass es gerade nicht darum geht, jemanden für sein Team zu finden, der genau so ist, wie man selbst.&nbsp; Jemanden, der in den gleichen Mustern denkt und von den gleichen Erfahrungen geprägt ist. Wer von dieser Grundeinstellung getrieben ist, der sucht nicht „more of the same“ und verwechselt nicht „gleich“ oder zumindest „sehr ähnlich“ mit „geforderter Qualität“. Und da öffnet sich der Kreis dafür, „anders“ als „gewollt“ und “gesucht“ anzuerkennen und nicht als vom gesuchten Profil abweichend einzustufen und damit auszuschließen.</p>



<p>Werden wir konkreter, und zwar am Beispiel der einfachsten und naheliegendsten Dimension der Diversität &#8211; der der Geschlechter. Um es zuzuspitzen: Besteht das Top-Führungsgremium nur aus einem Geschlecht oder wie sind die Geschlechter verteilt?&nbsp;</p>



<p>Ein beliebtes Argument für reine Männer-Clubs lautet „Ich würde ja gerne, finde aber keine ausreichend qualifizierte Frau“. Mit Verlaub, liebe „Geschlechtsgenossen“: Das ist eine peinliche Aussage.&nbsp;</p>



<p>Sicher ist es so, dass sich nicht in jedem Einzelfall eine Frau aufdrängt, die bei offenem Blick als Best-Qualifizierte für eine Aufgabe parat steht. Aber darum geht es auch nicht. Es geht ja nicht darum, reine Männer Clubs in reine Frauen Clubs zu verwandeln.</p>



<p>Es geht zunächst einmal bei jeder Stellenbesetzung darum, die oder den Besten auszuwählen. Aber für die Frage, wer die oder der Beste ist, sind viele Dimensionen entscheidend. Beachtet man sie alle, dann ist es sicher nicht so, dass die Mehrzahl der großen Unternehmen auf Top-Führungsebene nur Männer einsetzen könnten, weil keine geeigneten Frauen da wären:</p>



<p>Mädchen sind nicht erst seit gestern in der Schule oft leistungsbereiter und machen statistisch gesehen bessere Schulabschlüsse als Jungs. In vielen Studienfächern setzt sich das schon lange auch auf Universitäten fort, in vielen Disziplinen auch in den ersten Berufsjahren und Einstiegs-Führungspositionen. Und dennoch: Nimmt man SDAX, MDAX und DAX zusammen, so waren 2019 gerade einmal knapp 10% der über 700 Vorstandsposten von Frauen besetzt. Gewiss nicht, weil branchenübergreifend in 90% der Fälle weder in Deutschland noch international eine qualifizierte Frau parat gestunden hätte. Das Argument ist wirklich zu peinlich, um es ernsthaft vorzubringen.</p>



<p>Am Ende bleibt, dass Diversität entgegen aller Vorwände – und davon bin ich persönlich fest überzeugt &#8211; ausschließlich eine Frage des Willens ist. Zugegeben, ein Unternehmen wird an der Spitze nicht automatisch und erst recht nicht über Nacht diverser und damit bunter. Wer aber jede Stellenbesetzung nutzt, um mit breitem Blick die im weitesten Sinne am besten geeignete Persönlichkeit zu finden, der kann die Veränderung aktiv gestalten, auch wenn es etwas Zeit bedarf.</p>



<p>Bei der Zusammensetzung eines neuen Teams sollte man nach meiner festen Überzeugung auf viele Dimensionen der Eignung achten. Neben der fachlichen Kompetenz im weiteren Sinne, ist natürlich meritokratisch die Leistung, welche die konkrete Person individuell erbracht hat und erbringt, bedeutend. Dies allein reicht jedoch nicht, um ein hoch performantes Team zu bilden – insbesondere dann nicht, wenn es um das erfolgreiche Gestalten von Veränderungsprozessen geht. Hierfür spielen auch Herkunft, Sozialisierung, Haltung, Prägung, Persönlichkeit und relevante Erfahrung im weitesten Sinne eine Rolle. Dabei ist dann auch das Geschlecht ein durchaus bedeutendes Mosaiksteinchen.</p>



<p>Als ich vor einigen Jahren meine aktuelle Rolle übernommen habe, da hat der Frauenanteil im Unternehmen über alle Führungsebenen in klassischer Pyramidenform bis in die Spitze abgenommen – die Geschäftsleitung war eine reine Männergruppe (mit mir an der neuen Spitze). Mittlerweile sind wir in der Apollo-Geschäftsleitung hinsichtlich der Geschlechter gleichverteilt besetzt. Schon beim nächsten Änderungsbedarf kann sich das Gleichgewicht allerdings wieder in die eine oder andere Richtung verschieben – aber auch damit kann ich gut leben, solange das Team über alle Dimensionen hinweg vielseitiger wird.&nbsp;</p>



<p>Denn klar ist auch: Wer bei „Vielfältigkeit“ ausschließlich an die Geschlechterverteilung denkt, springt natürlich zu kurz. Auch in einigen anderen Dimensionen der Diversität sind wir mittlerweile deutlich breiter aufgestellt &#8211; auch wenn wir hier sicherlich noch Potential haben. Es ist eben ein steter Prozess, bei dem es gilt, jede sich bietende Gelegenheit, egal ob gewollte oder ungewollte, zu nutzen, um den Status Quo in Frage zu stellen und nach Optimierung zu streben. Schlicht: Eine Frage des Willens. Aber das gilt ja für jede Veränderung.&nbsp; Insofern sollte es „eigentlich“&nbsp; auch hinsichtlich der Diversität nichts Besonderes sein, oder?</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.ehmers-blog.de/2020/eine-frage-des-willens-diversitaet-ist-kein-zufallsprodukt/">Eine Frage des Willens &#8211; Diversität ist kein Zufallsprodukt</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.ehmers-blog.de">Ehmers-Blog</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.ehmers-blog.de/2020/eine-frage-des-willens-diversitaet-ist-kein-zufallsprodukt/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Augenoptische Versorgung sicherstellen</title>
		<link>https://www.ehmers-blog.de/2020/augenoptische-versorgung-sicherstellen/</link>
					<comments>https://www.ehmers-blog.de/2020/augenoptische-versorgung-sicherstellen/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Jörg Ehmer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Mar 2020 09:17:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Brancheninsides]]></category>
		<category><![CDATA[Apollo]]></category>
		<category><![CDATA[Augenoptische Versorgung]]></category>
		<category><![CDATA[Corona]]></category>
		<category><![CDATA[DOZ]]></category>
		<category><![CDATA[Verantwortung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.ehmers-blog.de/?p=2744</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Unternehmen der Augenoptik gehen mit der aktuellen Corona-Krise höchst unterschiedlich um. Nicht alle übernehmen Verantwortung für die augenoptische Versorgung der Bevölkerung. In einem Interview, welches ich der DOZ als führendem Branchenmagazin gegeben habe, erläutere ich die Position von Apollo und meine persönliche Haltung. DOZ: Wie erleben Sie die aktuelle...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.ehmers-blog.de/2020/augenoptische-versorgung-sicherstellen/">Augenoptische Versorgung sicherstellen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.ehmers-blog.de">Ehmers-Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-medium"><a href="https://www.doz-verlag.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="138" src="https://www.ehmers-blog.de/wp-content/uploads/2020/03/doz_logo_2019-300x138.png" alt="" class="wp-image-2747" srcset="https://www.ehmers-blog.de/wp-content/uploads/2020/03/doz_logo_2019-300x138.png 300w, https://www.ehmers-blog.de/wp-content/uploads/2020/03/doz_logo_2019.png 345w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></figure></div>



<p>Die Unternehmen der Augenoptik gehen mit der aktuellen Corona-Krise höchst unterschiedlich um. Nicht alle übernehmen Verantwortung für die augenoptische Versorgung der Bevölkerung. In einem <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Interview (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.doz-verlag.de/Newsbeitrag/corona-profitiert-apollo-von-der-schliessung-der-fielmann-filialen" target="_blank">Interview</a>, welches ich der <a rel="noreferrer noopener" aria-label="DOZ (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.doz-verlag.de/" target="_blank">DOZ</a> als führendem Branchenmagazin gegeben habe, erläutere ich die Position von <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Apollo  (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.apollo.de/" target="_blank">Apollo </a>und meine persönliche Haltung.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><em><strong>DOZ: Wie erleben Sie die aktuelle Corona-Krise?</strong></em></h4>



<p>Es handelt sich um eine ernste Krise mit weitreichenden Konsequenzen, wie sie die meisten von uns so noch nicht erlebt haben. Ich bin froh, in Deutschland leben zu dürfen und bis jetzt sehr zufrieden damit, wie gut die Krise im Großen und Ganzen von unseren Politikern und Behörden gemanaged wird. <strong>Ich erlebe in Deutschland viele Besserwisser, aber weltweit kaum Bessermacher.</strong> Und ich bin begeistert, wie gut unser Gesundheitssystem funktioniert sowie darüber, was zahllose Menschen in vielen Bereichen für das Gemeinwohl leisten.</p>



<p>Nach massiven Schwächen des föderalistischen Systems haben
wir nun einen Status erreicht, der es auch Apollo ermöglicht, vernünftig zu
arbeiten und dem Versorgungsauftrag flächendeckend gerecht zu werden. Das hat –
auch uns – einiges an Überzeugungsarbeit und Kraft gekostet. </p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong><em>DOZ: Wie kommen Sie bei Apollo mit der aktuellen Herausforderung klar?</em></strong></h4>



<p>Es ist sicher keine einfache Situation, aber <strong>ich bin sehr stolz auf das, was unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten</strong> – und auch mit dem Ergebnis sind wir sehr zufrieden. Das bedarf viel Improvisation, schneller Entscheidungen und unternehmerischen Handelns – schön, dass wir als großes Unternehmen dazu in der Lage sind.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong><em>DOZ: Welche Maßnahmen ergreift Apollo zum Schutz seiner  Mitarbeiter und Kunden bzgl. der Corona-Pandemie?</em></strong></h4>



<p>Von Anfang an stand für uns ohne jeden Zweifel fest, dass <strong>oberste Priorität die körperliche Unversehrtheit von Menschen</strong> hat – egal ob es sich um unsere Mitarbeiter, unsere Kunden oder sonstige Dritte handelt. Wir haben schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt zusätzlich zu den allgemeinen Verhaltens- und Hygieneregeln eigene zusätzliche Sicherheitshinweise und Handlungsanweisungen an unsere Teams gegeben, um bestmögliche Sicherheit zu gewährleisten. Dabei haben wir uns an den Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation sowie des Robert Koch Instituts orientiert, es aber auch um eigene Maßnahmen ergänzt, die wir gemeinsam mit internen und externen Spezialisten definiert haben. Natürlich haben wir auch von Erkenntnissen aus unserem globalen Unternehmensverbund <a href="https://www.grandvision.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="GrandVision (öffnet in neuem Tab)">GrandVision</a> profitiert.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong><em>DOZ: Wie geht Ihre Belegschaft mit der Situation um?</em></strong></h4>



<p>Die allermeisten Mitarbeiter gehen sehr <strong>besonnen und professionell</strong> mit der Situation um. Sicher hilft an der Stelle unsere sehr intensive, transparente und detaillierte Kommunikation, inklusive der zahlreichen praktischen Tipps und Handlungsanweisungen. Manche Mitarbeiter haben trotzdem Ängste und Sorgen, die wir natürlich sehr ernst nehmen. Im Rahmen der Möglichkeiten eröffnen wir hier Wege, um möglichen Konfliktsituationen auszuweichen. Gleichzeitig bin ich wirklich sehr beeindruckt, mit wie viel Engagement und Herzblut viele Mitarbeiter den Versorgungsauftrag für die Bevölkerung wahrnehmen. <strong>Dafür bin ich sehr dankbar</strong>.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong><em>DOZ: Können Ihre Mitarbeiter bei den Kunden einen Abstand  von mindestens 1,5 Metern einhalten?</em></strong> </h4>



<p>Vorab: noch wichtiger als der Mindestabstand ist, dass kranke oder möglicherweise kranke Personen den Laden nicht betreten. Wir haben entsprechende Verhaltensanweisungen an allen Zutrittstüren angebracht und unser Personal angewiesen, darauf zu achten, dass erkennbar erkrankte Personen den Laden nicht betreten bzw. vor der Beratung wieder verlassen, wenn sie ihn doch betreten. In vielen unserer kleineren Filialen, wird Zutritt nur nach Anklopfen ermöglicht. Generell besteht die Anweisung, den Zutritt so zu begrenzen, dass der Mindestabstand eingehalten werden kann. Bereits zu einem frühen Zeitpunkt haben wir unsere Mitarbeiter angewiesen, ausreichenden Abstand insbesondere im frontalen Kontakt einzuhalten. Wir haben an mehreren Stellen im Laden klar erkennbare Schilder angebracht, die um Einhaltung des Mindestabstands bitten und unseren Mitarbeitern praktische Verhaltenstipps gegeben. Unter anderem bitten wir auch den Kunden mitzuhelfen, indem er manche Handgriff einfach selbst übernimmt. &nbsp;</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong><em>DOZ: Bieten Sie bestimmte Dienstleistungen oder Produkte nicht mehr an?</em></strong></h4>



<p>Wir bieten keine Dienstleistung mehr an, die nur unter Verletzung unserer Sicherheitsregeln erbracht werden könnten. Zwei praktische Beispiele: Die Arbeit mit der Spaltlampe oder die Messung der PD mit dem Pupillometer wird nicht mehr durchgeführt – meistens kann man beispielsweise die PD ohnehin aus der Kundendatei ermitteln. </p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong><em>DOZ: Warum haben Sie weiterhin geöffnet? Wäre die Umstellung auf Notbetrieb eine Maßnahme, um die Ausbreitung des Coronavirus auszubremsen oder zu verlangsamen?</em></strong> </h4>



<p>Die weit überwiegende Mehrzahl der Apollo-Filialen hat aus mehreren Gründen geöffnet: Einerseits vertrauen wir den Profis, die definiert haben, dass <strong>Optiker und Akustiker zu den systemrelevanten Unternehmen </strong>gehören, die für die Versorgung der Bevölkerung im jetzigen Stadium ihren Betrieb aufrecht erhalten sollten. Diese klare Entscheidung von Bundes- und Landesregierung ist nicht einfach so und ohne Abwägung der Risiken getroffen worden, sondern professionell beraten durch führende Spezialisten und nach gründlicher Abwägung. <strong>Wir setzen uns nicht über diese Bewertung hinweg. </strong></p>



<p>Ich finde es auch schwierig, wenn einzelne Unternehmen sich das Recht einräumen, diese Entscheidung der Regierungen auszuhebeln. Was würde man sagen, wenn Ärzte, Pflegepersonal, Polizisten oder die Mitarbeiter in Lebensmittelhandel und Drogerien so agieren würden? Die Entscheidung liegt bei den Verantwortungsträgern unseres Staates und solange diese nicht evident falsch entscheiden, sollten Unternehmen dies auch nicht ohne Not abweichend bewerten und sich verweigern.<br>Natürlich gilt dies nur in den Grenzen des wirtschaftlich Leistbaren. Deswegen haben auch wir bereits einige Filialen zusammengelegt und unsere Öffnungszeiten angepasst. Auch zukünftig werden wir unsere Leistung und Präsenz dem Bedarf anpassen, dabei aber gleichzeitig versuchen, eine <strong>bestmögliche Versorgung der Bevölkerung in der Breite sicherzustellen</strong>.</p>



<p>Abschließend ein weiterer Grund: Es entspricht nicht meinem Grundverständnis von unternehmerischer Verantwortung, sich bei der ersten sich bietenden Gelegenheit unter das staatliche Dach der vollständigen Kurzarbeit zu flüchten. Auch wir werden Kurzarbeit durchführen. Aber eben nur im wirklich erforderlichen Umfang. Wir haben an uns selbst den Anspruch, so lange wie möglich und so weitgehend wie möglich auf eigenen Füßen zu stehen und <strong>nicht der Allgemeinheit zur Last zu fallen.</strong></p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong><em>DOZ: Profitiert Apollo bisher von der Schließung aller Fielmann-Filialen in Deutschland?</em></strong></h4>



<p>Uns geht es aktuell nicht darum, zu profitieren und wir messen unseren Erfolg auch nicht daran. <strong>Wir messen unseren Erfolg daran, dass wir auch in einer für alle schweren Situation für die Menschen da sind, die uns brauchen </strong>–auch wenn wir, wie im Moment, damit kein Geld verdienen. Deshalb haben wir auch unsere Aktion <strong><a href="https://cos.flexvault.de/shop-uploads/200322_Apollo_Newsticker_Corona-Hilfe.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="#füreinander (öffnet in neuem Tab)">#füreinander</a></strong> ins Leben gerufen: Wir bieten allen Kliniken in Deutschland an, für ihre Belegschaft kostenlos Expressreparaturen durchzuführen oder bei Bedarf auch Brillen zu ersetzen, damit Ärzte und Pflegepersonal sich auf das konzentrieren können, worauf es im Moment ankommt: Leben retten.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong><em>DOZ: Wie ist die Situation für Sie als Unternehmer?</em></strong></h4>



<p>Natürlich ist es extrem anstrengend und persönlich
herausfordernd. Gleichzeitig ist es aber auch sehr befriedigend, zu sehen, wie
sehr man auf ein tolles Team zählen kann und wie engagiert die allermeisten
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mitziehen. Viele sind auch sehr stolz auf das,
was wir leisten. Die entsprechenden Rückmeldungen &#8211; auch und gerade von Kunden,
die dringend unsere Hilfe benötigen &#8211; entschädigen für Vieles und bestätigen
mich darin, dass wir auf dem richtigen Weg sind.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong><em>DOZ: Welche finanziellen Auswirkungen erwarten Sie wegen des Coronavirus?</em></strong></h4>



<p>Die wirtschaftlichen Auswirkungen werden global ganz
erheblich sein, nur ganz wenige Länder werden diese Krise so gut verkraften
können wie Deutschland – wir sehen also alle gemeinsam stürmischen Zeiten entgegen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.ehmers-blog.de/2020/augenoptische-versorgung-sicherstellen/">Augenoptische Versorgung sicherstellen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.ehmers-blog.de">Ehmers-Blog</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.ehmers-blog.de/2020/augenoptische-versorgung-sicherstellen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>7</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
