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Der 13. Monat

Nicht mehr lange, dann ist Weihnachten. Und wie jedes Jahr startet damit nicht nur der Einzelhandel in die heiße Phase, den 13. Monat des Jahres. So hoffen zumindest alle. In Zeiten, in denen viele sich mit mehr (oder oft minder) guten Gründen von der Förderung gemeinnütziger Vereine zurückziehen, wird die Bedeutung der Vorweihnachtszeit gerade für die Gewinnung von Spenden immer wichtiger. Wie im Einzelhandel, so macht der Dezember für manchen guten Zweck den Unterschied zwischen Umkommen und gutem Durchkommen.

Die Welt des Spendensammelns (neudeutsch: Fundraising) wird immer moderner und professioneller. Längst haben die Fernsehanstalten den traditionellen Wohlfahrtsverbänden den Rang abgelaufen. Noch schwieriger wird es für die zahllosen kleinen Vereine, die ohne Medienpower und professionelles Marketing kaum noch Gehör finden. Sicher, jeder Euro, der für einen guten Zweck gespendet wird, ist ein gut angelegter Euro. Mir persönlich ist aber neben der professionellen großen Hilfe gerade die Vielfältigkeit des ehrenamtlichen Engagements der kleinen Vereine und Initiativen wichtig. Zumeist wirkt die Spende hier sehr unmittelbar und kommt ohne Verwaltungskostenanteil genau dort an, wo sie benötigt wird.

Wenn Sie also in den kommenden Tagen darüber nachdenken, wofür Sie in der diesjährigen Vorweihnachtszeit Ihr Herz und Portemonnaie öffnen, dann denken Sie bitte an diese Möglichkeit. Ein anderer Gedanke: vielleicht haben Sie auch schon mehr oder minder alles. Oder es gibt jemanden, der Ihnen immer Dinge schenkt, die Ihnen nicht wirklich Freude bereiten. Wie wäre es, wenn Sie sich in diesen Fällen statt Geschenken eine Spende für einen guten Zweck wünschen?

Sicher gibt es in Ihrem Umfeld und Bekanntenkreis einen kleinen Verein, der Gutes tut, egal ob in der weiten Welt oder in unmittelbarer Nachbarschaft. Wer keine gute Idee für eine internationale Hilfe hat, dem kann ich, wie bereits im vergangenen Jahr, zwei Vereine ans Herz legen:

  • Asociación Pachamama e.V., die Einrichtung betreibt ein Kinderheim in Peru – wir haben selber seit vielen Jahren ein Patenkind dort; und
  • Tor zur Hoffnung e.V , gefördert wird ein tolles Projekt in Brasilien, bei dem Straßenkinder über den Sport von Drogen-, Gewalt- und Kriminalitätskarriere ferngehalten werden.

Beide Initiativen habe ich mir vor Ort persönlich angesehen. In beiden Fällen kommt das Geld in hervorragenden Projekten uneingeschränkt Bedürftigen zu Gute. Und damit es einfach ist, hier der Link zur jeweiligen Spendenseite, auf der jeder unkompliziert direkt spenden kann:

Bekanntlich gibt es nichts Gutes, außer man tut es. Also, in diesem Sinne: tun Sie Gutes!


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3 Antworten : “Der 13. Monat”

  1. Stefan Schmidt sagt:

    Sehr geehrter Dr. Ehmer,
    der Spendengedanke gerade vor Weihnachten ist schön und sinnvoll.
    Ich bitte aber zu bedenken, dass sich ja ein Teil unserer Steuergelder auch schon in Griechenland und weiteren auch außereuropäischen Ländern befindet. Es gibt doch auch in unserem Land Kinderheime mit armen „Würstchen“ die wahrscheinlich jetzt noch nicht wissen, ob es jemanden gibt, zu dem Sie für Weihnachtsgeschenke „Danke“ sagen können. Also wenn Sie Kontaktdaten von Kinderheimen in Deutschland haben – Ich bitte um Veröffentlichung…

    • Guten Tag Herr Schmidt,

      ja, Sie haben Recht, auch in Deutschland gibt es jede Menge gute Zwecke, die dringend auf Spendengelder angewiesen sind. Man muß nur die Augen aufmachen, dann findet jeder in seinem unmittelbaren Umfeld Einrichtungen, die in diesem Sinne Gutes tun und die förderungswürdig sind. Wenn jemand – aus welchen Gründen auch immer – im Ausland helfen möchte, dann ist dies oft schon schwieriger – zumindest wenn man eine kleinere Organisation wählen möchte. Daher habe ich für diesen Fall zwei Vereine als Tip benannt.

      Ich persönlich habe auch mein Spendenziel in Deutschland gefunden. Da es mir aber auch darum geht, das Engagement kleiner Vereine in seiner Vielfältigkeit zu fördern, möchte ich in diesem Jahr nicht auch für Deutschland einen Tip geben. Wie gesagt, jeder kann in seiner direkten Nachbarschaft den richtigen Verein finden. Ähnlich wichtig wie die Geldspende an sich ist es aus meiner Sicht auch, sich mit dem Hintergrund der Spendenbedürftigkeit zu beschäftigen. Vielleicht erwächst daraus auch ein persönliches Engagement, das über die Geldzahlung hinausgeht.

      Zm Abschluß einen Vorschlag an Sie und alle Leser: wer „seinen“ guten Zweck identifiziert hat – egal ob in Deutschland, Europa oder der weiten Welt – den lade ich herzlich ein, ihn hier als Kommentar zu posten. Vielleicht inspiriert dies andere.

      Mit besten Grüßen

      Jörg Ehmer

  2. Thomas Steinel sagt:

    Guten Morgen!

    In der Tat schliesst das Eine (Spende ins Ausland) das Andere (Spende nach Deutschland) ja nicht unbedingt aus.
    Wer noch etwas in Deutschland sucht: schauen Sie doch mal auf die Website der Kinderarche Sachsen (Link siehe unten). Ich habe in meiner Radebeuler Zeit den dortigen Standort kennengelernt, sehr beeindruckend!

    Herzliche Grüße

    Thomas Steinel

    http://www.kinderarche-sachsen.de

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